Therapieleiter Christoph Schneider mit zwei Patienten beim Training mit der Pixformance Station (Foto: © Niederrhein Klinik)
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Korschenbroich. Niederrhein Klinik bekommt moderne Trainingsgeräte

Angeleitet von speziell geschulten Physiotherapeuten und Sportlehrern können Patienten der Niederrhein Klinik jetzt zusätzliche Trainingseinheiten der besonderen Art absolvieren. Pixformance heißt das neue, digitale Trainingsgerät, dessen Herzstück ein 49 Zoll Touch Display ist. Wie auf einem Spiegel sehen die Trainierenden, wie sie ihre Übungen ausführen und bekommen von einem virtuellen Trainer Anleitungen und Vorführungen zu den verschiedenen Einheiten. Das Besondere: Eine integrierte Kamera erfasst 25 Gelenkpunkte sowie neun statische Punkte, analysiert die Bewegungen und liefert personalisiertes Feedback sowie Verbesserungshinweise in Echtzeit.

Die Pixformance Station ist ein digitales Sportgerät für höchst effektives, funktionelles Training. Sie wurde von Experten aus Wissenschaft, Technologie, Medizin und Fitness mit dem Ziel entwickelt, Therapeuten durch die computergestützte Therapie bei der Übungsanleitung zu unterstützen und ihre Patienten bestmöglich auf dem Genesungsweg zu begleiten. Die neue Technologie unterstützt und ergänzt die Arbeit der Therapeuten und Sportlehrer. Den Patienten sind die Übungen meist schon aus der Physiotherapie vertraut. „Unsere Patientinnen und Patienten sind mit voller Motivation dabei, versuchen sich ständig zu verbessern“, berichtet Christoph Schneider, Leiter Therapie in der Niederrhein Klinik. „So eine Begeisterung wird für das Training auf der Behandlungsbank eher selten aufgebracht“, fügt der gelernte Physiotherapeut mit einem Augenzwinkern hinzu.

Viele Übungen zum selbstständigen Training

Der Fokus der Übungen reicht von Kraft und Ausdauer über das Gleichgewicht bis hin zur Stabilität. Auch Zusatzmaterialien wie Bälle, Hanteln oder Therabänder tragen zu einem abwechslungsreichen Training bei, welches je nach Fitnesszustand zehn bis 20 Minuten dauert. Typische Übungen sind beispielsweise der Einbeinstand mit und ohne Hilfsmittel zur Förderung der Stabilität oder das Heben und Senken eines Stabes zur Verbesserung der Schulterbeweglichkeit. Alles vor den wachsamen Augen der Kamera, die Ungenauigkeiten bei der Durchführung der Übung erkennt und anmerkt. Nach jeder Übung erhält der Patient ein kurzes Feedback darüber, wie gut die Durchführung war und worauf er beim nächsten Mal besonders achten solle.

Christoph Schneider ist nach einer sechsmonatigen Testphase überzeugt. „Wir haben drei Pixformance Stationen angeschafft. Die Geräte sind vielseitig einsetzbar, leicht zu bedienen und machen einfach Spaß!“ Hauptsächlich orthopädische und onkologische Patienten erfreuen sich an der neuen Trainingsform. Selbst im Rollstuhl könne geübt werden. „Nach einer Einführung durch geschulte Therapeuten und Sportlehrer trainieren auch unsere ältesten Patienten problemlos damit“, so Schneider weiter. Dennoch seien immer Therapeuten in der Nähe ansprechbar, sei es auch nur, um einen neuen Trainingsplan zu besprechen.

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