(Foto: privat)
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Voerde. Nach monatelanger Pause im Jazz-Modern-Contemporary und Abbruch der Formationssaison 2020 bedingt durch Covid 19, gab es nun endlich wieder eine Möglichkeit für die Tänzerinnen und Tänzer, ihre Choreografien zu präsentieren.

Dank des TSC Recklinghausen e.V. fand am Tag der Deutschen Einheit als bundesweit erstes Turnier nach dem Lockdown die Regionalmeisterschaft für die Small Groups zur Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Dresden statt.

Der ausrichtende Verein hat durch viel Mut und einer perfekten Organisation den Tänzern und Tänzerinnen die Möglichkeit gegeben, in der Günter-Hörster-Halle in Recklinghausen wieder vor Publikum zu tanzen. Zusätzlich wurde damit den Solos und Duos der Jugend sowie der Erwachsenen die Möglichkeit für ein Vorbereitungsturnier zur Deutschen Meisterschaft gegeben.

Auch Christian Weiß vom 1. Voerder Tanzsportclub Rot-Weiß ging an den Start. Als amtierender Deutscher Meister war er sehr glücklich, nach den schwierigen Zeiten der letzten Wochen seine neue Choreografie unter Turnierbedingungen präsentieren zu dürfen.

Der erst dreizehnjährige Tänzer hat sich für dieses Jahr zum Ziel gemacht, das Thema „Holocaust“ in seiner Choreografie zu vertanzen. Unterstützung bei der Umsetzung hatte er dabei von seiner Trainerin Ljalja Horn-Ivanisenko und dem Hamburger Profitänzer und Choreografen Julien Müller.

Christian präsentierte sich in der ersten Runde so gut, dass dem Wertungsgericht nichts Anderes übrigblieb, als ihn ins Finale mit sechs weiteren Tänzerinnen und Tänzern zu werten.

Der Achtklässler des Otto-Hahn-Gymnasiums startete als Erster in die Finalrunde. Leider gab es hier technische Schwierigkeiten bezüglich der Musik. Christian verharrte deswegen länger in kniender Position als ihm eigentlich lieb war, denn seit einigen Monaten hat er starke Probleme mit den Patellasehnen an beiden Knien, weswegen er in der Sportklinik Duisburg, die ihn bereits seit vier Jahren als Sponsor unterstützt, behandelt wird.

Endlich ertönte die Musik zu „Anne Frank“, die auf die Choreografie zugeschnitten und mit extra eingespielten Zusatzeffekten untermalt wurde. Trotz der Umstände war Christian sofort wieder voll in seinem Element und sorgte bei den Zuschauern für Gänsehaut-Momente. Am Ende seiner Darbietung gab es dafür von den Zuschauern einen tosenden Applaus als Anerkennung. Bei der anschließenden Siegerehrung belohnten die Wertungsrichterinnen Christian einheitlich mit der Bestnote 1, was ihm den Gesamtsieg im Modern Dance Jugend Solo bescherte.

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