Mit der Vertragsunterschrift wird die Kooperation zwischen dem BG Klinikum Duisburg und dem Olympiastützpunkt (OSP) NRW/Rhein Ruhr besiegelt. Es freuen sich (v.l.n.r.): Dr. Christian Schoepp (Chefarzt der Klinik für Arthroskopische Chirurgie, Sporttraumatologie und Sportmedizin), Volker Lauer (Leiter OSP), Brigitte Götz (Geschäftsführerin) und Univ.-Prof. Dr. Marcel Dudda (Ärztlicher Direktor) (Foto: Andreas Köhring)
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Duisburg. BG Klinikum Duisburg unterstützt Olympia-Athleten als medizinischer Kooperationspartner

Auch wenn das große Ziel, die Teilnahme an den Olympischen Spielen, für viele Athlet*innen des Olympiastützpunktes (OSP) NRW/Rhein Ruhr aufgrund der Pandemielage noch ungewiss ist – eines können sich die Spitzensportler*innen sicher sein: Ab sofort garantiert ihnen das BG Klinikum Duisburg als offizieller Kooperationspartner eine schnelle sportmedizinische Versorgung und gesundheitliche Prävention auf höchstem fachlichen Niveau.

„Hier trifft Spitzensport auf Spitzenmedizin. Nur gesunde Athletinnen und Athleten können Bestleistung bringen, daher freue ich mich, dass wir als wichtige Partner an der Zukunft der Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer mitwirken können“, so Klinik-Geschäftsführerin Brigitte Götz bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages mit dem OSP NRW Rhein/Ruhr. Das BG Klinikum nimmt als überregionales Traumazentrum mit einer hohen Spezialisierung eine führende Rolle bei der medizinischen Behandlung und Rehabilitation unfallverletzter Patient*innen im Großraum Duisburg ein. Sportmedizin spielt im Klinikum schon seit langem sowohl bei der Betreuung von Sportler*innen als auch bei der Behandlung von Unfallopfern eine wichtige Rolle.

Verletzte Sportler*innen werden rund um die Uhr versorgt

Der OSP NRW/Rhein Ruhr unter der Leitung von Volker Lauer betreut über 300 Leistungssportler*innen  in 20 Disziplinen mit umfangreichen Netzwerk- und Servicedienstleistungen. „Wir halten den Athletinnen und Athleten den Rücken frei, damit sie sich auf den Sport konzentrieren können“, erläutert Lauer.

Im Fokus der Kooperation stehen zeitnahe und kurzfristige Untersuchungen sowie Behandlungen von Verletzungen oder anderen gesundheitlichen Belangen. Hinzukommen Rehabilitations- und Präventionsmaßnahmen – und das stets unter der Prämisse von kurzen Wegen und schneller Hilfe durch konkrete Ansprechpartner. Ein Workflow, den Dr. Christian Schoepp, Chefarzt der Klinik für Arthroskopische Chirurgie, Sporttraumatologie und Sportmedizin am BG Klinikum Duisburg mit seinem Team bereits erarbeitet hat: „Wir sind in der Lage, verletzte Sportler*innen rund um die Uhr zu versorgen.“ 24 Stunden, sieben Tage die Woche – diese Verfügbarkeit sei die Stärke einer Unfallklinik, betont Univ.-Prof. Dr. Marcel Dudda. Er ist Ärztlicher Direktor des BG Klinikums Duisburg und Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Essen. In den hochspezialisierten Einheiten der beiden Kliniken arbeiten die besten Köpfe und Hände. „Alles, was wir in Duisburg nicht vorhalten, können wir über das Netzwerk dann in Essen auf ganz hohem Niveau ermöglichen“, fassen Götz und Dudda das Angebot zusammen.

Leistungssport ist im Klinikum schon lange verankert

Lauer freut sich, dass der OSP NRW/Rhein Ruhr die Unfallklinik als Netzwerkpartner gewinnen konnte. Durch seine langjährige Kooperation mit dem Landesportbund habe sich die Klinik bei den Sportlern längst einen Namen gemacht. Außerdem sei der Leistungssport im Athletikum Rhein Ruhr bereits verankert. Das Athletikum Rhein Ruhr wurde 2016 in der Klinik etabliert und ist ein hochmodernes High-Tech-Motoriklabor zur funktionellen Diagnostik von Bewegungskompetenzen. Zudem ist eine funktionelle Trainingsfläche zur Sportrehabilitation angeschlossen, die den speziellen Bedürfnissen und Voraussetzungen von Spitzensportler*innen gerecht wird. So können Sportmedizin und Sportwissenschaft zum optimalen Nutzen der Spitzensportler*innen miteinander verbunden und die Patient*innen interdisziplinär durch Fachärzt*innen, Sportwissenschaftler*innen und Therapeut*innen betreut werden.

„Die Besten für die Besten – das ist unser Anspruch. Schließlich betreuen wir Kandidat*innen, die Deutschland vertreten.“ Lauer berichtet aber auch von der großen Motivationskrise, in der viele Sportler*innen aufgrund der Einschränkungen und Folgen der Corona-Pandemie stecken, sowie dem immensen Druck, der ihnen zu schaffen macht. „Viele Athletinnen und Athleten haben ihre Lebenspläne auf das eine, große Ziel Olympia ausgelegt.“ Lauer befürchtet einen dramatischen Einbruch für die Sportlandschaft, würden die Olympischen Sommerspiele 2021 abgesagt werden. Umso wichtiger sei es, ein positives Zeichen zu setzen, betont Schoepp. „Wir wollen nicht in der Krise verharren, sondern im Hintergrund weiter agieren und an der Zukunft der Olympia-Athletinnen und Athleten arbeiten.“

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