Prof. Dr. Christian Drosten wird mit der Jürgen-Manchot Gastprofessur für experimentelle Infektionsmedizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ausgezeichnet (Foto: Charité / W. Peitz)
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Düsseldorf. Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité Universitätsmedizin Berlin, erhält die diesjährige Jürgen-Manchot-Gastprofessur für Experimentelle Infektionsmedizin. Die Gastprofessur wird gestiftet von der Düsseldorfer Jürgen-Manchot-Stiftung und geht in jedem Jahr an eine/n profilierte/n Wissenschaftler/in aus der infektiologischen oder der immunologischen Forschung. „Wir freuen uns sehr, dass wir Professor Drosten gewinnen konnten, auch wenn es in diesem Jahr nur einen virtuellen Besuch geben kann“, sagt Prof. Dr. Klaus Pfeffer, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene. „Christian Drosten nimmt als weltweit anerkannter Experte in der Pandemie fachlich wie kommunikativ eine herausragende Rolle ein.“

Man muss Christian Drosten eigentlich kaum vorstellen, kein Tag, an dem er während der Pandemie nicht zitiert wurde. Der Blick auf den Lebenslauf des 1972 in Lingen/ Emsland geborenen Drosten zeigt einen in seiner Karriere vielfach mit wissenschaftlichen Preisen ausgezeichneten Virologen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der klinischen Virologie, der Virusevolution und -ökologie, damit sind die Zusammenhänge zwischen Virus und bestimmten virustragenden Tierarten in unserer Umwelt gemeint, die zu Verbreitung und Mutationen beitragen können. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Forschung zur „epidemic preparedness”, die die epidemiologische Vorsorge und Vorbereitung in Medizin und Gesellschaft untersucht, sowie natürlich die Coronaviren, zu denen auch die SARS-Viren zählen. Auch dazu ist Christian Drosten ein ausgewiesener Experte.

So lautet der Titel seiner öffentlichen Vorlesung im Rahmen der Jürgen-Manchot-Forschungsprofessur “One species, different animals. SARS und SARS 2 compared” – “Eine Art, unterschiedliche Tiere. Der Vergleich zwischen SARS und SARS 2”. Die Heinrich-Heine-Universität überträgt die Vorlesung, die in englischer Sprache gehalten wird, am Donnerstag, den 3.12., ab 16.00 Uhr auf ihrem YouTube-Kanal. Zum Startfenster: https://youtu.be/_p_h1lvKvyQ

 

Hintergrund Jürgen-Manchot Stiftung

Die von der Jürgen Manchot Stiftung unterstützten Projekte umfassen wissenschaftliche Nachwuchsförderung, strukturierte Promotionsprogramme, Grundlagenforschung und Gastvorlesungen weltweit angesehener Forscher. Die Infektionsmedizin an der HHU gehört zum Spektrum der geförderten Projekte. Die Stiftung hat an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Fakultät die interdisziplinäre Graduiertenschule Moleküle der Infektion maßgeblich unterstützt und die Forschergruppe Molekulare Wirt-Pathogen-Interaktionen am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene eingerichtet. Sie hat das BSL-3 Hochsicherheitslabor gefördert und finanziert die Jürgen-Manchot-Gastprofessur für Experimentelle Infektionsmedizin und zahlreiche weitere Projekte an der Medizinischen und Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Zudem unterstützt die Manchot Stiftung den Aufbau der fakultätsübergreifenden Forschungsthematik „Künstliche Intelligenz“ an der HHU durch eine interdisziplinäre Forschungsgruppe.

Die Gastprofessur umfasst die Unterstützung der Nachwuchsforschung in der Infektionsforschung im Rahmen der Manchot-Graduiertenschule sowie die öffentliche Vorlesung.

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