Beim Eintreffen der Patienten in der Impfstelle wird die Zugangsberechtigung elektronisch überprüft. Im Check-in Bereich erhalten die Impfberechtigten einen Aufklärungsbogen (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/David Young)
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Düsseldorf. Landeshauptstadt Düsseldorf ist auf die Impfung der Bevölkerung vorbereitet

Das neue Impfzentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf in der Merkur-Spiel-Arena ist einsatzbereit und erfüllt alle Rahmenbedingungen, die das Land NRW aufgeführt hat. Auf zwei Ebenen und einer Fläche von rund 8.000 Quadratmetern konnte das Projektteam, bestehend aus Gesundheitsamt, Feuerwehr und Rettungsdienst, D.LIVE und weiteren Partnern das Impfzentrum für Bewohner der Landeshauptstadt Düsseldorf gemäß der Vorgaben des Landes eingerichtet werden und kann mit dem Impfen beginnen sobald vom Land Impfstoff zur Verfügung gestellt wird.

Auch die Vorbereitungen auf Seiten der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, die den medizinischen Teil der Aufgabe und die Terminkoordination sowie Hard- und Software organisiert, laufen auf Hochtouren.

Dann können täglich bis zu 2.400 Impfungen verabreicht werden. Eine Erhöhung der Kapazitäten ist bei entsprechendem Bedarf und Impfstoffverfügbarkeit möglich. Zusätzlich sollen bis zu acht mobile Teams eingesetzt werden, um auch stationäre Pflegeeinrichtungen und Düsseldorf bedienen zu können. Die aktuellen Planungen sehen derzeit für den Vollbetrieb des Impfzentrums selber, die acht mobilen Teams und die Impfstoffaufbereitung insgesamt 136 Beschäftigte vor. Davon werden 27 Personen aus dem medizinischen Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung kommen, 94 Beschäftigte sind vorgesehen für Service- und Koordinierungsaufgaben und 15 Personen werden für Ordnung und Sicherheit eingesetzt.
Bis zu 12 Stunden am Tag und das an bis zu sieben Tagen in der Woche können die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt sich nach einer vorherigen Terminvergabe impfen lassen. In den Bereichen stehen jederzeit medizinische Notfallteams zur Verfügung, außerdem gilt im gesamten Impfzentrum eine Maskenpflicht.

Aktuell wird die Logistik im Impfzentrum gemäß der neuesten Entwicklungen angepasst. Dabei geht es unter anderem um die Lagerung des Impfstoffes, der vom Land tiefgekühlt angeliefert wird. Zudem werden Räume vorbereitet, in denen der Impfstoff kurz vor dem Verabreichen aufbereitet, um zeitnah die Impfung (Injektion in den Oberarm) durchführen zu lassen.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Bei der großen Herausforderung der Organisation der Impfungen gegen das COVID-19-Virus sehen wir uns als starker Partner von Bund und Land. Mit dem Impfzentrum in der Arena kommt die Landeshauptstadt Düsseldorf ihren kommunalen Aufgaben, nämlich Aufbau, Ausstattung und Organisation des Impfzentrums und mobiler Teams sowie Bereitstellung des nichtmedizinischen Personals (Anmeldung, Sicherheit) in besonderer Weise nach. Wir alle warten nun auf die Zulassung der Impfstoffe und den verbindlichen Regelungen, wer wann geimpft werden soll, um mit dem Impfen beginnen zu können.“

Arbeitsaufteilung zwischen Bund, Land, Kommune und KV

Bei der freiwilligen Impfung der Bevölkerung arbeiten Bund, Land, Kommune und Kassenärztliche Vereinigung Hand in Hand.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat die Aufgabe das Impfzentrum und das nichtmedizinische Personal bereitzustellen und den Betrieb zu gewährleisten. Die Kassenärztlichen Vereinigungen übernehmen den medizinischen Teil der Impfumsetzung, sowie die Hard- und Software und die Organisation der Terminvergabe über die Hotline 116 117.

Das Land Nordrhein-Westfalen trägt die Verantwortung für den Gesamtprozess des Verimpfens einschließlich der Logistik für die Impfstoffe und des Impfzubehörs. Dazu gehört unter anderem das Impflager und die Verteilung der Impfstoffe bis hin zu den Impfzentren vor Ort.

Der Bund ist für die Beschaffung des Impfstoffs verantwortlich, Zulassungen der Impfstoffe stehen jedoch noch aus. Zudem hat die Ständige Impfkommission (STIKO) erste Empfehlungen zur Indikation der Impfung gegeben, also Antworten auf die Frage, wer, wann und warum zuerst geimpft wird. Danach soll die Impfung zunächst nur bestimmten Personengruppen angeboten werden, die ein besonders hohes Risiko für schwere oder tödliche Verläufe einer COVID-19-Erkrankung haben oder die beruflich entweder besonders exponiert sind oder engen Kontakt zu vulnerablen Personengruppen haben – also Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen,

Personen im Alter ab 80 Jahren, Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen (z. B. in Notaufnahmen, in der medizinischen Betreuung von COVID-19-PatientInnen), Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu vulnerablen Gruppen (z. B. in der Hämatoonkologie oder Transplantationsmedizin), Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege, Andere Tätige in Senioren- und Altenpflegeheimen mit Kontakt zu den BewohnerInnen. Eine entsprechende Rechtsverordnung der Bundesregierung steht jedoch ebenfalls noch aus. Der Bund liefert zudem den medizinischen Aufklärungsfilm.

Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein: „Wir als KV haben die uns vom Land übertragenen Aufgaben gern übernommen und werden mit den Teams aus Ärztinnen und Ärzten sowie ihren Helferinnen startklar sein, sobald das Impfen beginnen kann. Aktuell wissen wir noch nicht, wann und in welcher Menge der Impfstoff zur Verfügung steht, sodass noch kein konkreter Starttermin genannt werden kann. Aus diesem Grund sind auch noch keine Terminbuchungen möglich.“

Dr. Klaus Göbels. Leiter des Gesundheitsamts: „Ich bin froh , dass durch die gute Zusammenarbeit aller Akteure in so kurzer Zeit ein Impfzentrum aus dem Boden gestampft wurde. und wir so auch in der fortschreitenden Pandemiebekämpfung einen großes weiteren Schritt in die richtige Richtung gehen. Ich hoffe sehr, dass wir durch die Impfung die schweren Verläufe der Erkrankung reduzieren können.“

Feuerwehrchef David von der Lieth: „Es war eine große Herausforderung in so kurzer Zeit nicht nur einen Ort als Impfzentrum umzubauen, sondern, auch die Infrastruktur und die sehr detaillierten Prozessabläufe herzustellen, um täglich bis zu 2.400 Impfungen hier durchführen zu können und parallel noch bis zu acht mobile Impf-Teams los schicken zu können. Gemeinsam mit unseren starken Partnern in dieser Pandemiebekämpfung meistern wir diese Herausforderungen sehr erfolgreich.“

Die Arena ist aufgrund der guten Lage in der Landeshauptstadt mit einer guten Anbindung an den Straßen- und öffentlichen Nahverkehr und ausreichenden Parkmöglichkeiten als Standort für das Impfzentrum Düsseldorf ausgewählt worden. Die Bereiche des Impfzentrums sind barrierefrei und es ist ausreichend Platz vorhanden, die Besucher in einem Einbahnstraßensystem durch die verschiedenen Einheiten zu führen. Dadurch können die Abstands- und Hygienemaßnahmen entsprechend der aktuellen Vorgaben eingehalten werden. Über eine optische Laufwegkennzeichnung werden alle über den Check-In-Bereich, zur Wartezone und anschließend in die Impfräume geleitet. Im Anschluss kann im Ruhebereich die empfohlene Pause von circa 30 Minuten eingelegt werden, bevor das Impfzentrum wieder verlassen wird.
Da weder die Spielfläche, noch Mannschaftsräume genutzt werden, ist der Spielbetrieb von Fortuna Düsseldorf und des KFC Uerdingen gesichert.

Ablauf im Impfzentrum

Beim Eintreffen der Patienten in der Impfstelle wird die Zugangsberechtigung elektronisch überprüft. Im Check-in Bereich erhalten die Impfberechtigten einen Aufklärungsbogen.

Die Aufklärung erfolgt zusätzlich über ein Video, das vom Bundesministerium zur Verfügung gestellt werden soll.

Sollten Impfberechtigte nach dem Aufklärungsvideo noch eine persönliche Beratung wünschen, stehen dazu Ärzte bereit. Grundsätzlich werden die Aufklärungsdokumentation und die Eigenerklärungen der zu impfenden Personen ärztlich geprüft.

In den Impfzimmern stehen jeweils mehrere Impfboxen zur Verfügung, so dass ein Impfer mehrere Impfberechtigte in möglichst kurzen Zeitabständen impfen kann. Die Impfung erfolgt intramuskulär in den Oberarm. Nach der Impfung erfolgt die Dokumentation im Impfpass.

Für akute Notfälle während oder nach dem Impfen steht ein Notfallteam des Rettungsdienstes bereit.
Nach der Impfung wird den Patienten empfohlen sich für ca. 30 min in den Ruhebereich zu begeben. Danach kann er die Impfstelle verlassen und individuell abreisen. Die Wege kreuzen sind nicht, sodass eine sichere An- und Abreise sowie eine Einbahnstraßenregelung gewährleistet sind.

In allen Aufenthaltsbereichen steht Überwachungspersonal bereit, um bei medizinischen Notfällen umgehend unterstützen zu können und allgemeine Unterstützung zu leisten.

Dienstleister und Hallenbetreiber D.LIVE zufrieden

„Die MERKUR SPIEL-ARENA erfüllt den Anforderungskatalog des Landes für die Einrichtung eines Impfzentrums in allen Punkten. Die Arena hat eine gute Verkehrsanbindung mit ÖPNV, Auto und Fahrrad. Neben dem großen U-Bahnhof verfügt sie über eine große Anzahl an Parkplätzen. Sie bietet großräumige Eingangsbereiche und einen barrierefreien Zugang. Die Impfräume werden im Logenbereich eingerichtet, der eine optimale Infrastruktur aufweist. Die Größe und vielfältigen Räumlichkeiten der MERKUR SPIEL-ARENA ermöglichen bei Bedarf auch eine Erweiterung und Skalierung“, sagt Michael Brill, Geschäftsführer D.LIVE.

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