Ein Mitarbeiter des Medizinischen Transportdienstes des DRK-Düsseldorf verlädt das Corona-Medikament Remdesivir, um es von der Apotheke der Uniklinik Düsseldorf aus, zu Kliniken in ganz NRW zu transportieren (Foto: DRK-Düsseldorf/S. Kersting)

Düsseldorf/Rhein-Ruhr. Kliniken in ganz NRW setzen das empfohlene Virustatikum ein

Der Medizinische Transportdienst (MTD) des DRK-Düsseldorf transportiert Remdesivir in Krankenhäuser in ganz NRW. Das seit November in Therapierichtlinien empfohlene Medikament zur Behandlung von an Covid-19 erkrankten Patienten ist derzeit die einzige zugelassene Behandlungsmethode gegen die vom Corona-Virus ausgelösten Symptome.

Remdesivir ist zur Behandlung von Covid-19-Patienten in der EU unter besonderen Bedingungen zuge­lassen. Im November haben deutsche Fach­gesell­schaften Empfehlungen zum Einsatz von Remdesivir veröffentlicht. Damit ist es das erste Arzneimittel, das in der Europäischen Union eine bedingte Zulassung für die Behandlung von Patienten mit COVID-19 erhalten hat.

Seit September dieses Jahres transportiert der Medizinische Transportdienst des DRK-Düsseldorf das Medikament im Auftrag der Apotheke der Uniklinik Düsseldorf, die vom Land NRW beliefert wird. Die Koordination der Transporte erfolgt durch die Mitarbeitenden der rund um die Uhr besetzten DRK-Einsatzleitzentrale. Vom Pkw bis zum Kleintransporter, je nach angeforderter Menge, ist beim MTD des DRK dabei alles im Einsatz. Die Ziele sind Krankenhäuser in ganz NRW; Schwerpunktkliniken liegen im Rheinland, dem Bergischen Land. Im Ruhrgebiet und im Münsterland. Insgesamt transportierten die Mitarbeitenden in den vergangenen drei Monaten 10.000 Ampullen Remdesivir. Fahrten mit Blaulicht waren bisher nicht erforderlich, aber auch solche Notfalltouren seien bei Bedarf möglich, berichtet Sebastian Bruder, Abteilungsleiter Hausnotruf und Medizinische Transportdienste beim DRK-Düsseldorf.

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