Marco Rose (Foto: Borussia Mönchengladbach)
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Mönchengladbach. In der virtuellen Pressekonferenz vor dem bevorstehenden Bundesliga-Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld am Samstag (15:30 Uhr) sprach Cheftrainer Marco Rose über…

…die personelle Situation: Ibrahima Traoré hat wegen einer Erkältung nicht mittrainiert, da müssen wir sehen, wie es sich entwickelt. Ramy Bensebaini ist wieder im Mannschaftstraining dabei und fühlt sich ordentlich. Ich denke, die Chance besteht, dass wir ihn am Samstag mit nach Bielefeld nehmen und ihn über Kurzeinsätze heranführen können. Auch Alassane Plea hat gestern wieder trainiert und seine Verletzung grundsätzlich auskuriert. Nun müssen wir schauen, inwieweit er schon für 90 Minuten bereit ist.

…die kurze Winterpause: Es war wichtig für den Kopf und den Körper mal ein paar Tage vom Fußball wegzukommen. Trotzdem sind die Jungs zuhause laufen gegangen. Das heißt wir haben in den Tagen nicht viel verloren, aber die Spieler hatten dennoch fünf oder sechs Tage frei. Die Niederlage gegen Hoffenheim haben wir uns zwar noch einmal angeschaut, das Thema ansonsten aber abgehakt. Natürlich ist es immer gut nach Niederlagen wieder schnell zu spielen, aber das haben wir im Pokal bei Elversberg auch schon gemacht und dort ein Erfolgserlebnis gefeiert. Jede Partie, egal ob Bundesliga, DFB-Pokal oder Champions League, ist wichtig für uns. So auch das kommende Duell in Bielefeld. Wir können alle die Tabelle lesen und wissen, dass wir Punkte brauchen.

…den kommenden Gegner: In der vergangenen Saison ist Bielefeld mit viel Spielstärke souverän durch die 2. Bundesliga marschiert. Nach einigen Startproblemen in der Bundesliga hat die Arminia ihre Spielweise etwas angepasst. Nun kommt sie häufig über erste und zweite Bälle in die Tiefe. Darauf müssen wir Acht geben. Wenn man Bielefeld spielen lässt, ist es eine Mannschaft, die sehr gut Fußball spielt. Vor allem Torhüter Stefan Ortega hat ein hervorragendes Ballgefühl. Bielefeld ist eine Mannschaft, die ums Überleben kämpft und in der Bundesliga bleiben will. Für Bielefeld ist jedes Spiel etwas Besonderes. Wir wissen alle, dass auch in diesem Spiel die Gefahr besteht, auszurutschen. Aber wir wollen und brauchen die Punkte und am Ende liegt es an unserer Leistung, inwiefern wir es zulassen.

…die Entwicklung von Jordan Beyer: Wir sind mit Jordan im engen Austausch. Natürlich ist das erste halbe Jahr für ihn nicht zufriedenstellend verlaufen. Im letzten Vorbereitungsspiel hatte er sich verletzt, kam dann aus der Verletzung zurück und wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Da er Symptome hatte, hat er lange gebraucht, um wieder fit zu werden. In der U23 war er dann wieder auf einem guten Weg und hat sich dort eine Rote Karte abgeholt. So hatte er wenig Chancen in diesem halben Jahr, bei uns oben etwas zu reißen. Mein Rat an ihn wäre, zu versuchen sich trotzdem bei uns durchzubeißen. Jedoch fehlt ihm natürlich aktuell die Spielpraxis. Wir werden in den nächsten Tagen Gespräche führen und eine gemeinsame Entscheidung treffen. Wir haben nach wie vor großes Vertrauen in Jordans Leistungsfähigkeit und in sein Talent. Dazu gehört aber auch immer die Leidensfähigkeit und der Umgang mit Widerständen.

…den baldigen Neuzugang Joe Scally: Er wird erst einmal hier ankommen und dann alle medizinischen Testungen durchlaufen. Dann ist geplant, dass wir ihn uns anschauen. Er soll in unserem Trainingsbetrieb mitlaufen, dafür haben wir ihn geholt.

…die vierwöchige Pause von Sportdirektor Max Eberl: Max und ich bleiben natürlich in Kontakt. Er möchte allerdings mal ein paar Tage Ruhe haben und die soll er auch bekommen. Wenn es aber wichtige Themen gibt, die wir zu besprechen haben, weiß ich, dass ich mich immer bei ihm melden kann.

…eine mögliche Impfpflicht für die Bundesliga: Die Impfreihenfolge hier in Deutschland ist klar. Zuerst werden Menschen in Altersheimen, Pflegeheimen und Krankenhäusern geimpft. Wir Fußballer kommen später dran. Diese Reihenfolge sollte auch genauso bleiben. Wir haben bis dahin die Verpflichtung aufzupassen, auch wenn das nicht immer funktioniert. Wir leben noch mitten in der Pandemie und freuen uns, dass mittlerweile Licht am Tunnel zu sehen ist. Aber beim Thema Impfen sollte wir Fußballer uns keinesfalls vordrängeln. Zudem ist Impfen immer noch eine persönliche Sache. Jeder muss für sich entscheiden, ob er das machen möchte oder nicht.

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