Pure Freude gab es nach dem Spiel bei den Lintforterinnen Adra Lucas, Jana Willing, Laura Graef und Jule Samplonius (von links) (Foto: Martin Zilse)
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Kamp-Lintfort. Nach der zweiwöchigen Quarantäne kehrte der Zweitligist mit einem klaren 38-28 Erfolg gegen den SV Werder Bremen ins Liga-Geschehen zurück. „Unglaublich, was meine Mannschaft nach der zweiwöchigen Pause in diesem Spiel geleistet hat. Die Spielerinnen mussten ja daheim bleiben und durften nicht einmal Laufen gehen“, freute sich Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein nach dem Spiel.

Zu Beginn gab es einen offenen Schlagabtausch, bei dem beide Mannschaften mit sehenswerten Angriffsaktionen den Druck hoch hielten. Bis zum 4-4 verlief die Partie ausgeglichen. Dann aber bekamen die Gastgeberinnen mehr Zugriff in der Abwehr und im Angriff gelangen sehenswerte Aktionen auf fast allen Positionen. Die Folge war eine vier Tore Führung für den TuS, die dann sogar auf 12-7 ausgebaut wurde. „Dann haben wir uns aber zehn unkonzentrierte Minuten erlaubt, die den Gegner unnötig stark gemacht haben“, analysierte Grenz-Klein die Schwächephase ihrer Mannschaft. Bremen verkürzte bis zur Pause noch auf 13-14 und die Partie war zum Seitenwechsel wieder völlig offen.

„Aber offensichtlich habe ich in der Pause nicht viel falsch gemacht“, lachte Bettina Grenz-Klein nach dem Spiel. Ihre Mannschaft knüpfte an die beste Phase der ersten Halbzeit an und dominierte den Start in die 2. Halbzeit eindeutig. Schon nach wenigen Minuten führte Lintfort mit 18-13 und baute den Vorsprung schnell auf 21-13 aus. Das Spiel war vorzeitig entschieden. „Als wir dann zehn Minuten vor dem Ende erstmals mit 10 Toren geführt haben, habe ich mich über diese Leistung schon gewundert“, erklärte Grenz-Klein. „Bremen trainiert in der Regel doppelt so viel wie wir. Aber wir waren eindeutig spitziger und läuferisch überlegen“, so die Trainerin.

Aus einer starken Lintforter Mannschaft, in der wieder einmal Torhüterin Laura Graef überragend hielt, stachen vor allem die Rückraumspielerinnen heraus. Jule Samplonius (9 Tore), Prudence Kinlend und Naina Klein (beide 7) trafen nach belieben. Dazu kam dann eine gute Kreisläuferin Jana Willing.

„Ich denke, wir haben das nach der Pause sehr gut gemacht und freue mich, dass die Mannschaft die Ausfälle von Lisa Kunert und Anika Henschel so gut kompensiert hat“, beendet Bettina Grenz-Klein ihre Spielnachlese.

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