Hans-Peter Weiß (Foto: privat)
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Kreis Wesel. Eine besonders brisante Änderung sei im neuen Landeswassergesetz nach Ansicht der Kreis-Grünen, dass vor wenigen Tagen mit den Stimmen von Union und FDP beschlossen wurde, zu finden. Es beträfe unser Lebensmittel Nummer 1 – das Trinkwasser. Das strikte Verbot von Abgrabungen in Wasserschutzzonen würde abgeschafft, mit fatalen Folgen insbesondere für den Kreis Wesel.

Hans-Peter Weiß, grüner Bundestagskandidat für den Wahlkreis Wesel 1, sagt dazu: „Durch diese Änderung können noch mehr Flächen als bisher für den Kiesabbau ausgewiesen werden. Bereits heute zeigt sich bei einem Blick von oben ein erschreckendes Bild: Der Niederrhein ist übersät mit Wasserflächen. Allein in den Jahren 2012 bis 2017 sind rund 300 ha zusätzlich hinzugekommen. Nach dem Willen unserer Landesregierung und von Herrn Laschet werden in den nächsten 25 Jahren weitere riesige Flächen folgen, und das sogar dort, wo bislang aufgrund eines vorhandenen Wasserschutzgebietes kein Abbau erlaubt war. Die wasserfiltrierende und reinigende Wirkung des Kieses für unser Trinkwasser wird bald nicht mehr vorhanden sein, so dass von einer deutlichen Verschlechterung der Trinkwasserqualität in den nächsten Jahren auszugehen ist.“

Weiter kritisiert Weiß: „Wie kann man Herrn Laschets Worte überhaupt noch ernst nehmen, wenn er sagt, NRW wäre Vorreiter in Sachen Klima- und Umweltschutz! Wie wird er sich demnächst auf Bundesebene verhalten, sollte er Kanzler werden?“

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