(Pressefoto Karl Heinz Lengwenings, Mai 1966)
Anzeige

Krefeld. Apropos, Krefelder Stadthistorie – das Pressefoto aus dem Mai 1966 zeigt eine Mitarbeiterin vom „Krefelder Verein für Haus- und Krankenpflege e.V.“ bei der täglichen Verteilung von Mittagessen im sogenannten „Henkelmännchen“.

Der gemeinnützige Verein ist seit 1958 aktiv und führte 1961 als erste Organisation in Deutschland die Initiative „Essen auf Rädern“ nach einem Vorbild aus Großbritannien („meals on wheels“) ein. Anfangs wurden die Essen noch mit dem Fahrrad ausgeliefert. Um in kurzer Zeit immer mehr Menschen mit einer warmen Mahlzeit versorgen zu können, stieg man rasch auf Autos um.

Die positiven Resonanzen und das bundesweite Medienecho waren überwältigend. Und so begann nach angelsächsischem Vorbild ein wahrer Siegeszug quer durch die Republik. In diesem Jahr feiert der gemeinnützige Verein sein 60-jähriges Jubiläum und liefert jeden Tag rund 200 Mittagsessen an Krefelder Senioren aus.

Zeitnah auf dem Weg zu den Menschen werden die Mahlzeiten im Auto vitaminschonend in sogenannten Konvektoren gegart und nicht stundenlang warmgehalten. Serviert wird auch nicht mehr im „Henkelmann“, sondern auf weißen Porzellantellern. Neben „Essen auf Rädern“ bietet der Verein weiterhin auch den ambulanten Pflegedienst an und seit 2018 eine Tagespflege im restaurierten denkmalgeschützten Bockumer „Schütenhof“.

 

über Karl Heinz Lengwenings
Pressefotograf/Bildjournalist
10.02.1927 | 18.06.2017

Beruflicher Werdegang

Von 1954 bis 1965 arbeitete Lengwenings als Pressefotograf bei der Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung (NRZ) in Krefeld. Von 1965 bis 1970 war er als Bildjournalist für die Westdeutsche Zeitung (WZ) in Krefeld tätig. 1970 wechselte er schließlich zur Stadt Krefeld, wo er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1989 die Stadtbildstelle leitete (späteres Presseamt). Dort dokumentierte er fotografisch und redaktionell nahezu alle Ereignisse und Aktivitäten rund um die Stadt Krefeld – neben den aktuellen Tagesgeschehnissen waren es insbesondere gesellschaftspolitische, zeithistorische, kulturelle und sportliche Anlässe sowie Veranstaltungen, Festakte und Jubiläen. Daneben fotografierte er freiberuflich für diverse überregionale Medien (Stern und Bild) und Unternehmen sowie Privatkunden. Mit Eintritt in den Ruhestand 1989 fotografierte er weiterhin als Freiberufler regional wie überregional für Privatpersonen und Unternehmen.

Dokumentation | Archiv

In seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Fotograf und Zeit-Chronist hat Lengwenings ein umfangreiches privates Archiv erschaffen, das mehrere hunderttausend schwarz-weiß-Negative umfasst – explizit von den Jahren 1954 bis 1970. In den Jahren 1970 bis 1989 wurden alle fotografischen Zeitdokumente im offiziellen Archiv der Stadt Krefeld aufgenommen.

Mehr historische Pressefotos auf: www.khl-photography.de

 

LokalKlick bedankt sich bei Peter Lengwenings für die bildnerische und journalistische Aufarbeitung und Darstellung der Arbeiten und des fotografischen Nachlasses seines Vaters in der Serie “Krefeld-Impressionen s/w.

Beitrag drucken
Anzeigen