v.l. Georg Haaß, Kathrin de Blois, Dr. Günter Krings MdB (Foto: © Haaß)
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Mönchengladbach. Dr. Günter Krings (CDU) zu Gast bei Unternehmer Georg Haaß in Mönchengladbach

Handwerk trifft Politik: Georg Haaß, Gründer und Mitglied der Geschäftsführung des Familienunternehmens Haaß Sanitär-Heizung, diskutierte mit dem Bundestagsabgeordneten und Vorsitzendem der CDU-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen, Dr. Günter Krings, CDU-Kandidat für den Wahlkreis 109 Mönchengladbach bei der Bundestagswahl im Herbst.

Themen des kritisch-konstruktiven Dialogs: Corona-Politik, Ausbau der digitalen Infrastruktur, ausufernde Bürokratie sowie Perspektiven für Handwerksbetriebe nach der Pandemie.

Im Gespräch mit Dr. Günter Krings (MdB), der zudem als parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium des Innern tätig ist, kritisierte Georg Haaß ausdrücklich die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Pandemie. Von Beginn an habe es keine einheitlichen Regelungen gegeben, die bisherige Impfstrategie sei höchst suboptimal, der Lockdown spalte die Gesellschaft, und die Auszahlung finanzieller Hilfen scheitere oft an zu hohen bürokratischen Hürden.

Außerdem seien die Belastungen durch Corona ziemlich ungerecht verteilt: “Dass Unternehmen die Kosten zur Umsetzung der vorgeschriebenen Hygienekonzepte allein tragen müssten, ist für mich nicht nachzuvollziehen”, so Haaß. Er bemängelte auch, dass es keine Entschädigung für Auszubildende in Quarantäne gäbe.

Einig waren sich beide Gesprächspartner über die Bedeutung des Handwerks für den Wirtschaftsstandort NRW. Ziel sei es, noch mehr junge Menschen für den Handwerksberuf zu begeistern. Um auch in Zukunft attraktive Ausbildungsplätze anbieten zu können, müssten Betriebe alle Möglichkeiten der Digitalisierung konsequent nutzen. Dafür sei die Firma Haaß ein leuchtendes Beispiel, betonte Dr. Günter Krings.

Abschließend erläuterte Georg Haaß seinem Gast noch, vor welchen Herausforderungen viele Familienunternehmer bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger stehen. Immer weniger Nachwuchskräfte seien bereit, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. Ein Grund sei das zu Unrecht in Verruf geratene Image des Unternehmers in Deutschland. Dabei habe gerade das Handwerk goldenen Boden und biete ungeahnte Möglichkeiten – auch im Bereich Kreativität.

Das Unternehmen „Haaß – Sanitär und Heizung“ wurde 1987 von Georg Haaß in Mönchengladbach-Rheydt gegründet. Die Firma beschäftigt heute über 50 Mitarbeiter und bietet ihren Kunden einen umfassenden Service im Bereich Sanitär, Heizung und Klimatechnik inklusive Notdienst. Bernd Haaß,  Installateur- und Heizungsbauermeister, verantwortet die technische Geschäftsführung. Kathrin de Blois (geb. Haaß), die in London Wirtschaftswissenschaften studiert hat, führt die kaufmännische Geschäftsleitung des Unternehmens.

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