Oürania Watson, Leiterin des Fachbereichs Soziale Hilfen und Wohnungswesen der Stadt Wesseling – Bürgermeister Erwin Esser – Marc Simon, Leiter der Abteilung Rettungsdienst der Feuerwehr Wesseling – Dierk Schumacher, Leiter des Ordnungsamts der Stadt Wesseling – Dr. Nina Gatter, Leitende Impfärztin – Dr. Margot Denfeld, Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises – Thomas Klapper, Organisatorischer Leiter der Johanniter – Matthias Neeser, Beigeordneter des Dezernats für Kinder, Jugend und Familie, Soziales und Ordnung der Stadt Wesseling (Foto: Stadt Wesseling)
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Wesseling. Wesselinger:innen ziehen spontan mit

Das Gesundheitsamt des Rhein-Erft-Kreises hat einigen seiner Städte und Gemeinden Impfdosen für mobile Impfaktionen zur Verfügung gestellt. Auch Wesseling hat davon profitiert. An Fronleichnam konnten im Schwingeler Hof 700 Bürgerinnen und Bürger mit dem Impfstoff Johnson und Johnson geimpft werden.

Ursprünglich war die gemeinsame Stadtteilimpfaktion des Gesundheitsamtes, der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, der Johanniter und der Stadt Wesseling für ausgewählte Straßenzüge in Wesseling-Keldenich gedacht. Die persönlich eingeladenen Bürgerinnen und Bürger haben das Impfangebot aber nicht in der Zahl angenommen, wie die Kreis- und die Stadtverwaltung es sich erhofft hatten. Daher wurde die Impfaktion im Laufe des Vormittags für alle Wesselingerinnen und Wesselinger geöffnet, die nach einem Aufruf der Stadt über die Sozialen Medien zahlreich spontan nach Keldenich kamen.

„Ich bin begeistert, wie Wesseling mitgezogen hat“, freut sich Bürgermeister Erwin Esser über die erfolgreiche Impfaktion. „Nicht eine Impfdose musste übrigbleiben. Alle, die sich heute haben impfen lassen, tragen dazu bei, die Verbreitung des Virus zu bremsen. Impfen und Testen sind die entscheidenden Maßnahmen, die wir gemeinsam zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergreifen können. Mein Dank gilt allen, die diese Aktion auch mit ihrem Arbeitseinsatz an einem Feiertag auf die Beine gestellt haben.“

Matthias Neeser, Beigeordneter für Familie, Soziales und Ordnung, hat mit Bürgermeister Esser den Schwingeler Hof besucht und das beeindruckende Ergebnis der Vorbereitung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Feuerwehr Wesseling, der Johanniter und des Gesundheitsamtes begutachten können. Auch er ist voll des Lobes für die Helferinnen und Helfer, aber nicht nur… „Ich wusste, dass wir logistisch sehr gut vorbereitet sind, aber dass die Bürgerinnen und Bürger nach der ungeplanten Öffnung der Aktion so spontan herkommen und in langen Schlangen im Nieselregen mit guter Laune und diszipliniert auf ihre Impfung warten, ist wirklich beeindruckend.“

Für die Organisation blieben nur wenige Tage. Die Briefe mit dem Impfangebot wurden sogar persönlich eingeworfen, damit keine Verzögerung durch den Postweg entsteht und die Impfdosen möglichst schnell und zielgerichtet bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen. Unterstützt wurde dies am Impftag mit einer persönlichen Ansprache und Aufklärungsgesprächen durch städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bei der Auswahl des ursprünglich für die Impfaktion ausgewählten Sozialraums war es dem Gesundheitsamt und dem Kreis ein besonderes Anliegen, mit den vorhandenen wenigen Impfdosen, möglichst viele Mitbürgerinnen und Mitbürgen mit Mobilitätseinschränkungen, beengtem Wohnraum oder Sprachbarrieren impfen zu können. Gleichzeitig war es ebenfalls notwendig, einen ausreichend großen und organisatorisch passenden Ort für die Impfstation der mit der Durchführung betrauten Johanniter zu finden. Dies führte nach Abstimmungen mit verschiedenen Fachämtern der Stadt Wesseling und unter Abwägung der beschriebenen Faktoren, zur getroffenen Auswahl für die Impfstation am Schwingeler Hof.

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