Archivfoto Stadt Dormagen
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Dormagen. Das Bieterverfahren für die Baugrundstücke im Baugebiet „Östlich der Schulstraße“ in Stürzelberg ist abgeschlossen. Verkauft wurden zwölf Baugrundstücke an private Bauherren für den Bau von Doppelhaushälften sowie sieben Grundstücke für eine freistehende Bebauung. Dabei wurden Einnahmen zwischen 426 Euro und 904 Euro pro Quadratmeter erzielt.

Die Stadt Dormagen beabsichtigt, die aktuellen Vergaberichtlinien für Baugrundstücke zu modifizieren, insbesondere im Hinblick auf die Höhe der abgegebenen Gebote. Derzeit sieht die Vergaberichtlinie Boni für Familien und Dormagener Haushalte vor. „Zukünftig planen wir, weitere Anreize in Bezug auf soziale Kriterien und vergaberechtliche Bestimmungen zu schaffen“, sagt der Technische Beigeordnete, Dr. Martin Brans. „Grundsätzlich sind Gebote in Höhe von rund 900 Euro nicht im Sinne der Stadt Dormagen.“

Unter anderem möchte die Stadt das Haushaltsnettoeinkommen der Bietenden bei der Vergabe berücksichtigen. Weiterhin sollen Regelungen geschaffen werden, um überzogene Angebote zu vermeiden. „Aktuell prüfen wir die Möglichkeit, eine Kappungsgrenze sowie eine erweiterte Eigennutzungsverpflichtung einzuführen, um Übertreibungen bei Angebotsabgaben zu vermeiden“, erklärt Robert Ullrich, Leiter des Fachbereichs Städtebau. „Wir beabsichtigen, die Vergaberichtlinie so anzupassen, dass sie die Kriterien des kommunalpolitisch verantwortlichen Handelns und einer sozial gerechten Bodennutzung erfüllt.“ Langfristiges Ziel sei es, die angespannte Marktsituation am Bodenmarkt zu entschärfen.

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