(Foto: © St. Augustinus Gruppe)

Neuss. Mit dem Anbruch der zweiten Jahreshälfte beginnt heute auch die Dienstzeit von Prof. Maximilian Petri, der nun die Abteilung für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin am Johanna Etienne Krankenhaus leitet. Er folgt auf Prof. Jörg Jerosch, der Ende Mai in den Ruhestand ging.

Seine Leidenschaft für die Medizin entdeckte der 41-Jährige während eines Pflegepraktikums, woraufhin er sich kurzerhand dazu entschied, Arzt zu werden. Zunächst galt seine Aufmerksamkeit der Unfallchirurgie, in der er viel Abwechslung fand und „notfallmäßige Probleme mit schnellen und klaren Lösungen versorgen konnte – etwa einen Beinbruch mit Hilfe eines eingesetzten Nagels operieren“, so Petri. Durch ein Stipendium an der renommierten Steadman Klinik in Colorado, USA, erweiterte sich sein Blick auf die spezialisierte Knie- und Schulterchirurgie. In seiner Station vor dem „Etienne“ war Petri als leitender Oberarzt in der Schulter-, Knie- und Sportorthopädie des Krankenhauses Diakovere Annastift in Hannover tätig.

Der Wille, Patienten zu helfen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind und starke Schmerzen haben, treibt den Orthopäden an. „Manchmal reicht es schon, das zugrundeliegende Problem zu erkennen und eine geeignete konservative Therapie, also eine Behandlung ohne Operation, einzuleiten“, erklärt der gebürtige Mainzer. Im OP fasziniere ihn die Bandbreite der Möglichkeiten: „Das reicht von minimal-invasiven Schlüsselloch-Operationen über moderne regenerative Verfahren, in denen versucht wird, krankes oder verletztes Körpergewebe neu zu bilden, bis hin zum Gelenkersatz“, so Petri.

Als der Arzt im Bewerbungsverfahren das „Etienne“, einige seiner möglichen Kollegen und die Arbeitsweise der Klinik kennenlernte, stand für ihn fest, dass er seine Fähigkeiten zukünftig in Neuss einsetzen möchte. „Das Johanna Etienne Krankenhaus wirkt auf mich sowohl technisch modern als auch offen für Verbesserungen und dabei authentisch in der Botschaft, dass der Mensch und nicht der Profit im Vordergrund steht“, erklärt er. Da er noch keine Immobilie in der Umgebung von Neuss gefunden hat, wird der Familienvater zunächst in einer Wohnung in Düsseldorf wohnen und am Wochenende zu seiner Frau, die ebenfalls Ärztin ist, und seinen drei Töchtern nach Hannover pendeln.

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