Durchsuchung (Symbolfoto Polizei)
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Oberhausen. Update 23.22 Uhr: Mit einem starken Kräfteaufgebot kontrollierten Polizei Oberhausen, Zoll und Kommunaler Ordnungsdienst Freitagabend (20.8.) den Rotlichtbereich in Oberhausen.

Insgesamt kontrollierten die Einsatzkräfte 53 Personen. Wegen ausländerrechtlicher Verstöße wurden sechs der überprüften Personen vorläufig festgenommen und ins Polizeigewahrsam transportiert. Bei einigen Überprüfungen ergaben sich Anhaltspunkte für Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung. Die genaueren Überprüfungen, z.B. der vorgelegten Dokumente, dauern noch an.

“Rotlichtbezirke sind meist auch eine Kommunikations- und Rückzugsebene für Personen, die wir derzeit besonders im Fokus haben”, sagte Einsatzleiter Kriminaldirektor Christian Voßkühler. “Durch die gezielten Kontrollen holen wir Personen aus der Anonymität heraus. So wollen wir frühzeitig eine mögliche Ausbreitung von Organisierter Kriminalität und Verfestigung von kriminellen Strukturen bereits im Ansatz unterbinden.”

Die Kontrollen sind Bestandteil der Strategie der Polizei Oberhausen im Kampf gegen Clankriminalität, Menschenhandel, Rotlicht- und Betäubungsmittelkriminalität und wirken einer Verfestigung ihrer Strukturen entgegen. (ots)

 


Gegen 20.10 Uhr meldete die Polizei, dass vor wenigen Minuten Ermittlerinnen und Ermittler der Oberhausener Kriminalpolizei, unterstützt von starken Kräften der Polizeieinsatzhundertschaft, die Zugänge mehrerer Gebäude, in denen zur Zeit eine polizeirechtliche Durchsuchungsmaßnahme vollstreckt wird, sicherten.

Beteiligt sind beim Einsatz in der Flaßhofstraße, der auch noch um 21.30 Uhr lief und nach Aussagen des Vor-Ort-anwesenden Polizeisprechers noch mindestens ein bis zwei Stunden dauert, eine Polizei-Hundertschaft sowie zahlreiche Kräfte des Zolls und des Ordnungsamtes. Neben der Bekämpfung des Menschenhandels und der Rotlichtkriminalität hofft man auf neue Kenntnisse bzgl. weiterer kriminellen Handlungen im Milieu, wie z.B. Drogenhandel, Geldwäsche, Cyber-Krimininalität, Schleuser-, Schmuggler- und Schieberaktivitäten.

Dieses erfolgt als Teil des Konzeptes zur Verhinderung der Verbreitung krimineller Strukturen, welches der Polizeipräsident Alexander Dierselhuis seit seinem Amtsantritt im August 2019 in Oberhausen umsetzt. Des Weiteren zeigen die Ordnungsbehörden keine Toleranz gegenüber diesen dunklen Machenschaften. Dazu gehört auch die Personalienfeststellung und Überprüfung aller anwesenden Betreiber, der Prostituierten und der Freier in den über 20 Bordellbetrieben in der durch Holzzäune abgeschirmten Puff-Meile. Dafür seien nach Bericht der BILD-Zeitung auch die beiden Eingänge durch Polizisten abgeriegelt worden.

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