Frank Wagner (Foto: privat)
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Mülheim an der Ruhr. Nicht überrascht zeigt sich der Stadtverordnete des Bürgerlichen Aufbruchs Mülheim (BAMH), Frank Wagner, über die Festlegung der CDU auf die beiden Dezernenten Dr. Daniela Grobe (Grüne) und David Lüngen (CDU).

So sichert sich nun auch die CDU für die nächsten acht Jahre eine weitere Dezernatsleitung, versorgt mit David Lüngen den Ehemann des Essener CDU-Oberbürgermeisters Thomas Kufen mit einem Spitzenposten in Mülheim. „Dass die Mülheimer CDU-Fraktionsvorsitzende Christina Küsters seit einigen Jahren bei der Essener CDU als Sachbearbeiterin arbeitet und mit dieser Personalentscheidung wohl auch ihren Job für die nächsten Jahre sichert, ist garantiert ein kalkulierter Nebeneffekt“, mutmaßt Wagner.

Bei der zukünftigen Grünen-Dezernentin Dr. Daniela Grobe, die das umfassende Ressort für Gesundheit, Soziales und Kultur verantworten soll, sieht Wagner zudem zwei weitere gravierende Probleme: Frau Dr. Grobe fehlt zur Leitung eines für Mülheim dermaßen wichtigen Dezernates zum einen die notwendige Führungserfahrung – sie ist eigenen Angaben zufolge aktuell für gerade einmal sechs Mitarbeitende verantwortlich – zum anderen ist sie als Vorsitzende des städtischen Kulturausschusses absolut auf den Kulturbereich fokussiert und dort auch nicht mit der notwendigen Objektivität unterwegs. „Dringend erforderliche Einsparungen beispielsweise beim Theater an der Ruhr, das aktuell jährlich mit über 3,5 Millionen Euro Steuergeldern von der Stadt subventioniert werden muss, wird es mit Dr. Grobe ganz sicher nicht geben“, so Wagner.

„Es ist einfach schade, dass solch bedeutsame Dezernenten-Positionen nicht nach Kompetenz und über neutrale Personalberater, wie es bei derartigen Spitzenpositionen in anderen Kommunen üblich ist, besetzt werden, sondern einzig und allein aus politischem Kalkül und zur persönlichen Machtsicherung. Darüber hinaus wird nun erneut eine Chance vertan, durch die Umverteilung von Aufgaben auf andere Dezernenten zumindest eine Spitzenposition – und damit Ausgaben in Millionenhöhe – in Mülheim einzusparen“, so Wagner abschließend.

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