(Foto: Klaus Dieker)
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Moers/Krefeld/Essen. Bundespoliker:innen der Grünen setzen sich für humane Flüchtlingspolitik ein

Bereits am Freitag, 27. August 2021 waren gleich zwei Bundestagsmitglieder von Bündnis 90 / Die Grünen in Moers: Ulle Schauws, Direktkandidatin für den hiesigen Wahlbezirk 114 sowie Kai Gehring aus Essen besuchten gemeinsam mit dem Ortsvorstand Moers und dem Kreisvorstand Wesel von Bündnis 90 / Die Grünen die AWO Fachbereiche Beratung und Inklusion in Moers im psycho-sozialen Zentrum für Geflüchtete bei der AWO Moers.

Gemeinsam mit Vertreter:innen der Seebrücke e.V. Moers, dem Moerser Verein „Kinder Afghanistans e.V.“ und der kath. Kirchengemeinde Hochheide erörtern alle Anwesenden gemeinsam die aktuelle Situation in Afghanistan.

Beide Bundestagsabgeordneten erinnerten an den bereits am 23.06.2021 von den Bündnisgrünen gestellten Antrag im Bundestag, ein „Gruppenverfahren zur großzügigen Aufnahme afghanischer Ortskräfte einzuführen, die für deutsche Behörden und Organisationen arbeiten oder gearbeitet haben“, der mehrheitlich im Bundestag abgelehnt wurde.

Nun gehe es in der internationalen Politik darum, neue und schnelle Wege zu finden, um den in Afghanistan lebenden Menschen zu helfen, dem brutalen und Menschen verachtenden Kampf der Taliban zu entkommen. In diesem Zusammenhang hat die grüne Kanzlerinnenkandidatin, Annalena Baerbock eine „internationale Afghanistankonferenz“ gefordert.

Kai Gehring, Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, hörte den sehr emotionalen Berichten der afghanischen Mitbürger:innen zu, deren Familien teilweise noch in Afghanistan sind und verzweifelt nach Möglichkeiten der Ausreise suchen. Die weitere Organisation der Unterstützung und Bereitstellung von humanitärer Hilfe werde über die jeweiligen Bundesministerien organisiert. Hier, so Gehring, liege jedoch „eine organisierte Unverantwortlichkeit der Regierung“ vor, die in Anbetracht der Sicherheitslage umfassende und konkrete Lösungen anbieten müsse.

Zusammen mit Ulle Schauws sprach er sich dafür aus, dass auch die aktuell in der BRD lebenden Afghanen in ihrem Aufenthaltsstatus nicht abgeschoben werden dürfen. „Eine andere Flüchtlingspolitik ist möglich, der generelle Abschiebestopp muss sofort umgesetzt werden“, so Kai Gehring. Durch die immer wieder nur für kurze Zeit ausgesprochenen Aufenthaltsgenehmigungen werden die Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung gehindert, dies führt auch zu seelischen Belastungen bei diesen Menschen. Hier fordert Ulle Schauws: „Die Abschiebepraxis ist änderbar, denn es ist alles eine Frage der Haltung“.

Beide setzten sich in Berlin für eine humanitäre Hilfestellung der in Afghanistan lebenden Menschen und einer umfassenden Änderung der Abschiebepraxis der hier lebenden Afghaninnen und Afghanen ein.

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