Herzlichen Glückwunsch! (Foto: MeinRuderbild.de /Maren Derlien)
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Düsseldorf. Die Qualifikation zum Bundeswettbewerb in Salzgitter war schon ein großer Erfolg für Antonia Meyer vom Ruderclub Germania Düsseldorf. In diesem Jahr umso mehr, denn nur ein Boot je Bundesland schaffte den Sprung auf die nationale Ebene. Der Deutsche Ruderverband verkleinerte das Programm damit, zudem waren nur die älteren Jahrgänge am Start. Auf dem Salzgittersee gewann sie auf der Langstrecke (3000 m) in ihrer Abteilung des Mädchen-Einers (14 Jahre) Silber, in der zweiten Abteilung der Rennstrecke (1000 m) erruderte sie sich mit dem Sieg eine Goldmedaille. Abteilungs-Silber ging an die Ruderjugend NRW beim Zusatzwettbewerb.

Die Erwartungen für den Bundeswettbewerb waren eine Unbekannte. So konzentrierte sich Antonia Meyer bei der Langstrecke auf ihr eigenes Rennen und die Gegebenheiten. Bis zur Wende nach 1000 Metern kämpfte sie sich an die eine Minute zuvor gestartete Ruderin aus Leipzig heran, die die Germanin bei der Wendemarke fair vorbei ließ. „Damit hatte Antonia die weiteren 2000 Meter bis zum Ziel freie Bahn und konnte schön ihren eigenen Rhythmus fahren“, so RC-Trainer Jan Milles. Mit dem zweiten Platz in ihrer Abteilung gewann sie Silber hinter der Starterin der Bayerischen Ruderjugend und fuhr auf den siebten Gesamtrang.

Ziel war es somit, in der zweiten Abteilung der Rennstrecke den Sieg von den vier Starterinnen einzufahren, was ihr auch gelang. Auf der Streckenhälfte war die Düsseldorferin noch auf gleicher Höhe mit der Ruderin aus Baden-Württemberg, holte sich im dritten Abschnitt einen guten Vorsprung, den sie sicher ins Ziel bringen konnte. „Ich habe gesehen, dass wir gleichauf sind und ich wegfahren muss“, so beschrieb Antonia Meyer ihr Rennen. Sie bestätigte damit ihre Leistung von der Langstrecke.

Beim Zusatzwettbewerb wurde jeder Athlet individuell bewertet und je Bundesland eine Gesamtleistung ermittelt. Hier konnte Antonia Meyer maximal beim Seilspringen punkten und vor allem den Moderator beeindrucken. „Ich hatte gehofft, dass der Helfer richtig mitzählen kann, so schnell ist sie in der einen Minute gesprungen. Es hat sich nach dem Springen richtig eine Traube um sie gebildet“, bemerkte Jan Milles. Er lobte ihre Leistung am gesamten Wochenende und erwähnt ihre gute Entwicklung trotz der schwierigen Umstände in den letzten eineinhalb Jahren.

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