(Foto: Malteser Wohnen & Pflegen gemeinnützige GmbH)
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Duisburg. Trotz der Corona-Pandemie und aller Einschränkungen, die damit einhergehen, ist die Zahl der ehrenamtlich Helfenden am Malteser Hospizzentrum St. Raphael mit rund 120 Ehrenamtlichen in den vergangenen eineinhalb Jahren konstant hoch geblieben. Der Anteil junger Ehrenamtlicher ist sogar gestiegen. Leiterin Mechthild Schulten sieht den Grund dafür vor allem in einer gestiegenen Sensibilisierung junger Menschen für die Bedeutung persönlicher Kontakte und menschlicher Nähe.   

Ein Blick in die Liste der Ehrenamtlichen am Malteser Hospizzentrum St. Raphael zeigt deutlich, dass der Anteil junger Helfender seit Anfang 2020 gestiegen ist: Unter den 24 Teilnehmenden der Vorbereitungskurse für ehrenamtliche Mitarbeitende waren elf Teilnehmer jünger als 40 Jahre. „Der Anteil junger Menschen unter unseren Ehrenamtlichen hat schon vor Beginn der Corona-Pandemie leicht zugenommen. So deutlich, wie in den vergangenen zwei Jahr, war es aber noch nie“, sagt Mechthild Schulten. Den jungen Menschen sei in der Corona-Zeit besonders bewusst geworden, wie wichtig persönliche Kontakte in schwierigen Zeiten sind. „Viele von ihnen haben sich für das Ehrenamt bei uns entschieden, weil sie durch die Corona-Einschränkungen zum ersten Mal persönlich gespürt haben, was Einsamkeit bedeutet. Das hat ihren Wunsch gestärkt, für Menschen in besonders schwierigen Lebenslage da zu sein“, so die Leiterin des Hospizzentrums.

Am Malteser Hospizzentrum St. Raphael können sich Ehrenamtliche in verschiedenen Bereichen engagieren: Neben dem stationären Hospiz gibt es im Ambulanten Hospiz- und Palliativdienst sowie im Kinder- und Jugendhospizdienst die Möglichkeit, schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen in der Häuslichkeit zu unterstützen. „Bei all den Hürden, vor die die Corona-Pandemie uns in unserer Arbeit stellt, sehen wir den Trend zum jungen Ehrenamt mit großer Freude“, betont Mechthild Schulten. In dem Hospizzentrum werden Patienten jeden Alters begleitet, weshalb generationenübergreifendes Denken gerade in Bezug auf das Ehrenamt in der Hospizarbeit wichtig sei. „Weil wir den Bedürfnissen der unheilbar kranken Menschen gerecht werden wollen, tun wir viel, um junge Menschen für unsere Arbeit zu begeistern. Wir wollen ihnen damit Vorbilder für solidarisches, soziales und christliches Handeln bieten“, sagt Mechthild Schulten.

Informationen rund um das Ehrenamt am Malteser Hospizzentrum St. Raphael sowie den Beginn der nächsten Vorbereitungskurse erhalten Interessierte bei Ineke Rockhoff (Telefon: 0151 22027045; E-Mail: ineke.rockhoff@malteser.org) und Sabine Beier (Telefon: 0203 755-2016, E-Mail: sabine.beier@malteser.org).

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