v.l. Ralf Klein (Presse), Ellen Roidl-Hock (Stellvertr. Vorsitzende), Ulrich Mischke, Julia Jespers (Schatzmeisterin), Hannes Zühlsdorff (Parteivorsitzender) (Foto: FDP Willich)
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Willich. In seiner politisch aktiven Zeit als Ratsherr hatte FDP-Urgestein Ulrich Mischke bisweilen den Ruf, sich sehr hartnäckig für die wichtigen Bürgeranliegen in der Stadt Willich und insbesondere in seinem Heimatstadtteil Neersen einzusetzen. Er scheute dabei keine politische Auseinandersetzung, wenn er von der Richtigkeit der von ihm betreuten Projekte überzeugt war. So hatte Mischke bis zu seinem Ausscheiden aus dem Rat im Jahr 2009 erfolgreich gegen den Ausbau des Flughafens Mönchengladbach gekämpft. Aber auch im kulturellen Bereich war der Neersener erfolgreich. So ist es seinem Engagement und den Anträgen seiner Fraktion zu verdanken, dass es heute die Festspiele in Neersen gibt. Mischke erinnert sich: „Beide Themen haben uns stark gefordert und es war ein langer Kampf, um auch die anderen Ratsfraktionen auf die richtige Seite zu ziehen.“

Seinen größten Erfolg sieht Mischke allerdings in Bezug auf die Realisierung des neuen DRK-Seniorenheimes Lindenhof in Neersen. Er sagt: „Bereits im Juli 2004 hat die FDP-Ratsfraktion im Sozialausschuss den Antrag gestellt, dass die Verwaltung beauftragt wird, in Neersen ein geeignetes Grundstück für den Bau eines Seniorenheimes zu suchen und auszuweisen. Obwohl die demographische Entwicklung und der Bedarf da waren, haben die anderen Fraktionen den Antrag im November 2004 abgelehnt.“ Gegen diese Ablehnung kämpfte Mischke seinerzeit energisch und so wurde der Antrag in den Jahren 2007 und 2008 erneut gestellt, aber ebenfalls wieder abgelehnt. Allerdings zeigte sich die CDU nun für das Ansinnen offener und beantragte ihrerseits einen Prüfauftrag an die Verwaltung, wie die Ansiedlung eines Seniorenheimes in Neersen möglich gemacht werden könnte. Ende 2009 / Anfang 2010 kam dann Bewegung in das Vorhaben und im Sozialausschuss wurde mehrheitlich der Fahrplan für den Bau des Seniorenheimes beschlossen.

Franz-Josef Stapel, FDP-Obmann im Sozialausschuss und stellvertretender Parteivorsitzender stellt fest, dass das Engagement und der Einsatz seines Parteifreundes für das soziale Bauprojekt sehr wichtig war: „Meines Erachtens ist er damit der Vater des Vorhabens, denn ohne seine nimmermüden Bemühungen gäbe es das neue DRK-Seniorenzentrum heute gewiss nicht.“ Es wundert nun nicht, dass die FDP die Verdienste von Ulrich Mischke besonders würdigen will. Der Liberale, der auf eine sehr lange Zeit in der FDP zurückblicken kann und zudem sowohl als Orts-, Kreis- und Bezirksvorsitzender die Geschicke der Partei geleitet hat, soll nun Ende Januar 2022 auf einem Parteitag zum FDP-Ehrenvorsitzenden ernannt werden.

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