Die siegreichen Teilnehmenden (Foto: David Nienhaus / Planetarium)
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Bochum. Sie kamen aus Kiel, Hamburg und Bremen, aus Merseburg in Sachsen-Anhalt, Jena und Berlin, und natürlich auch aus dem Ruhrgebiet: die Teilnehmenden am ersten „Immersiven Hackathon“, den das Planetarium Bochum mit seinen Partnern vom „VR_Festival ‚Places‘“ in Gelsenkirchen am vergangenen Wochenende veranstaltet hat.

Immersion – das vollständige Eintauchen in eine andere Welt – ist einer der großen Trends unserer Zeit. Viele denken dabei sicherlich zuerst an die „Virtual-Reality-Brillen“, die in den letzten Jahren populär geworden sind. Aber im Planetarium kann man schon seit fast 100 Jahren Immersion erleben, lange bevor es den Begriff überhaupt gab. Generationen von Besucherinnen und Besuchern haben sich von der Schönheit des Sternenhimmels berühren lassen. Seit mehr als einem Jahrzehnt sind auch digitale Reisen in ferne Welten möglich.

Genau 24 Stunden hatten die Entwickler, Kreativen und Tech-Visionäre Zeit, sich in Form eines „Hackathons“, eines Wettbewerbs, bei dem in sehr begrenzter Zeit eine vorführbare Anwendung entstehen muss, einer echten Herausforderung zu stellen: Unter dem Motto „Virtual Reality @ Planetarium“ sollte etwas entstehen, das sich am Samstagabend, 16. Oktober, öffentlich auf der Kuppel vorführen ließ und die Technologien der Virtual Reality und des Planetariums zusammenbrachte.

Am Freitag, 15. Oktober, um genau 17 Uhr, begann der Countdown herunterzuzählen. Fünf Teams, deren Mitglieder sich meist gerade erst kennen gelernt hatten, fanden sich zusammen – dabei waren männliche und weibliche Teilnehmende fast gleich stark vertreten. In einer Nacht, in der die Schlafpausen eher nach Minuten als Stunden zählten, und einem Tag sehr konzentrierter Arbeit gelang es, ganz Neues nicht nur auszuprobieren, sondern auch konkret umzusetzen. Die Atmosphäre der kreativen Arbeit war im ganzen Planetarium mit Händen zu greifen, ebenso wie die Zunahme der Nervosität, als die Zeit unaufhaltsam verrann.

Jury wie Publikum waren sehr gespannt auf die Ergebnisse – und die ließen staunen. Im Gewinner-Beitrag des Teams „Weltraum-Törn“ konnte ein havariertes Raumschiff durch einen Roboter, der aus der Kuppel gesteuert werden musste, gerettet werden. Die Zweitplatzierten vom Team „Odyssee“ traten die Reise vom Kosmos ins Unterbewusstsein an, und das drittplatzierte Team „Mission Return“ machte die Kuppel zu einem Escape Room, aus dem man nur gemeinsam entkommen konnte.

Am Ende stand fest: Dieser „Hackathon“ kannte nur Sieger, und eine Wiederholung ist bereits in Planung.

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