Simon Rock und Dirk Schimanski (Foto: GRÜNE)
Simon Rock und Dirk Schimanski (Foto: GRÜNE)

Rhein-Kreis Neuss. Am 15. Mai 2022 wählt NRW einen neuen Landtag. Während im Rhein-Kreis Neuss mit Susanne Benary (Wahlkreis Neuss I – Stadtgebiet Neuss), Dirk Schimanski (Wahlkreis Neuss II – Dormagen, Grevenbroich, Rommerskirchen) und Simon Rock (Wahlkreis Neuss III – Jüchen, Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch) die drei Wahlkreiskandidat*innen feststehen, wählten die Delegierten der GRÜNEN Kreisverbände auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz (LDK) am vergangenen Wochenende die Reserveliste für die anstehende Landtagswahl.

Unter den 90 Kandidat*innen konnte der GRÜNE Kreisverband Rhein-Kreis Neuss mit Simon Rock und Dirk Schimanski gleich zwei Bewerber platzieren. Während Rock als amtierender Sprecher des Kreisverbandes und Kreistagsmitglied auf einen aussichtsreichen Listenplatz 30 gewählt wurde, rechnet sich auch Schimanski, der seit vergangenem Jahr im Grevenbroicher Stadtrat und Kreistag ein Mandat hat, mit Listenplatz 74 Chancen auf einen Einzug in den Landtag von Nordrhein-Westfalen aus.

Rock, der über 90 Prozent aller 248 Delegierten von sich überzeugen konnte, legt seinen Schwerpunkt auf die Wirtschafts- und Finanzpolitik. In seiner Bewerbungsrede warb der scheidende Kreisverbandssprecher für die Einführung eines Altschuldenfonds, um Städte und Gemeinden finanziell zu unterstützen. Als Teil der nächsten Landtagsfraktion möchte er den für den Rhein-Kreis Neuss wichtigen Strukturwandel vorantreiben. Nach dem unvermeidbaren Ausstieg aus der Kohleverstromung bis zum Jahr 2030 sieht Rock es als Aufgabe des Landtages, im rheinischen Revier nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen und die regionale Wirtschaft zu unterstützen.

Dirk Schimanski setzte sich kritisch mit der Sicherheitsarchitektur das Landes auseinander, die nach seiner Sicht dringend der Neuordnung und Stärkung bedarf, und konnte sich gegen 15 Bewerber durchsetzen. Der Polizeibeamte aus Grevenbroich legt seinen politischen Schwerpunkt neben der Innen- auf die Verkehrspolitik. Neben seinem politischen Mandat als Kreistags- und Stadtratsabgeordneter ist Schimanski seit einigen Jahren in der Bürgerinitiative gegen den Bau der L361n, eine Umgehungsstraße durch die Erftauen, engagiert. Als Teil des kommenden Landtages will er solche Projekte auf Kosten von Umwelt und Natur ein Ende setzen und stattdessen Anreize für nachhaltige Mobilität schaffen.

Neben den beiden Kandidaten aus dem Rhein-Kreis Neuss wurde auch die Spitzenkandidatin zur Landtagswahl aufgestellt. Mit Mona Neubaur, Vorsitzende des GRÜNEN Landesverbandes wird eine Düsseldorferin den Verband in den Wahlkampf führen.

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