Anke Wilbers (l.) koordiniert den Fahrdienst für die zahlreichen Treff Aktiv-Gruppen. Mit dabei und ebenfalls immer ansprechbar: Kathrin Krah (m.) und Maria Schwinkowski (r.) (Foto: Alexianer Krefeld GmbH)

Krefeld. „Möchten Sie den Spaß am Autofahren mit einem Ehrenamt verbinden?“ – Die Alexianer suchen engagierte Bürger für den ehrenamtlichen Fahrdienst für Menschen mit Demenz

Die Corona-Situation verschlimmert sich zusehends. Gerade in diesen Zeiten ist es besonders wichtig, die Menschen, die von psychischen Alterserkrankungen, wie zum Beispiel Demenz oder Altersdepression, betroffen sind, nicht zu vergessen.

Das Gerontopsychiatrische Zentrum (GPZ) der Alexianer Krefeld GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Menschen aus ihrer Isolation zu helfen. Ein Baustein sind die Bunten Nachmittage des „Treff Aktiv“, für viele Gäste mittlerweile fester Bestandteil des Lebensalltags.

Fahrdienst verbindet Spaß am Autofahren und an Gemeinschaft

Es gibt zahlreiche Treff Aktiv-Gruppen, die vor allem durch ehrenamtlich engagierte Helferinnen und Helfer getragen werden. Anke Wilbers vom GPZ der Alexianer koordiniert den Fahrdienst, der die Gäste zur Treff-Aktiv-Gruppe bringt und wieder abholt. Sie sagt: „Die Gäste sind glücklich und leben richtig auf, wenn sie einmal in der Woche aus ihren vier Wänden herauskommen und sich in lockerer Atmosphäre in der Gemeinschaft austauschen können. Und die Ehrenamtlichen genießen das genauso. Denn wir sorgen für die passenden Rahmenbedingungen, dass sie sich auf ihre Aufgaben konzentrieren können.“

Auch in Pandemie-Zeiten sei die Aufrechterhaltung der Treff-Aktiv-Nachmittage unabdingbar, sehen die Alexianer den hohen Stellenwert dieser Angebote für die Betroffenen. Für die notwendigen Infektionsschutzvoraussetzungen ist gesorgt. Die Verantwortlichen wägen bewusst ab zwischen Infektionsgefahr und schweren psychischen Krankheitsverläufen durch Vereinsamung, weil das Fehlen solcher Angebote wie `Treff Aktiv` einem Lockdown für die vermutlich Schwächsten in unserer Gesellschaft gleichkomme.

Aufwandsentschädigung und professionelle Unterstützung

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des GPZ vermitteln im Rahmen einer umfassenden Schulung alles Wichtige, was man zum Thema Demenz wissen muss. Alle Ehrenamtlichen bei den Alexianern erhalten eine Aufwandsentschädigung von bis zu 3.000 Euro pro Jahr und professionelle Unterstützung. Anke Wilbers lädt ein: „Es sind alle willkommen, die unsere Gäste unterstützen möchten. Aber besonders glücklich wären wir über Verstärkung beim Fahrdienst. Bei uns kann man den Spaß am Autofahren mit einem Ehrenamt und tollen Kontakten verbinden.“

Wer Interesse hat und im Raum Krefeld wohnt, kann sich ganz einfach unter der Telefonnummer (02151) 334-5277 melden.

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