Stolpersteine für die jüdische Familie Preger an der Dorstener Straße (Foto: Stadt Bochum)

Bochum. Am Dienstag, 14. Dezember, sind in Bochum weitere 31 Stolpersteine durch den Künstler Gunter Demnig verlegt worden. Gunter Demnig kommt einmal pro Jahr nach Bochum, um hier sein Werk fortzusetzen, das Teil des größten dezentralen Mahnmals der Welt ist. Stolpersteine werden für jene Menschen verlegt, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt, vertrieben oder ermordet worden sind und werden meist am letzten Wohnort des Opfers verlegt.

In diesem Jahr wurde 31 Menschen gedacht, die als Juden verfolgt wurden, aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer politischen Tätigkeit oder weil sie als „Asoziale“ stigmatisiert wurden. In Bochum sind mittlerweile 314 Stolpersteine im gesamten Stadtgebiet verlegt worden. Zahlreiche Stolpersteinpaten beteiligen sich seit 2004 an dem Projekt, mit dem Gunter Demnig in ganz Europa unterwegs ist, um die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten.

Die Verlegung der Stolpersteine ist in Bochum ein Projekt, das Mitten aus der Bevölkerung kommt. Viele unterschiedliche Gruppen wie Schulklassen, Parteien, Vereine, aber auch Einzelpersonen forschen zu den jeweiligen Opfern und tragen so zur dauerhaften Erinnerung an die Schrecknisse dieser Zeit bei. Mit finanzieller Unterstützung des Projekts „Farbe bekennen – Demokratie leben“ der Bundesregierung wird Gunter Demnigs Kunstaktion „Stolpersteine“ vom Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte in enger Kooperation mit dem Kinder- und Jugendring koordiniert. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 02 34 / 910 95 10 oder per Mail an stadtarchiv@bochum.de.

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