Stolz präsentiert Konditor Heinz-Josef Kames gemeinsam mit seinem Sohn Jonas die Jubiläumsurkunde der Handwerkskammer Düsseldorf - seit 40 Jahren verwöhnt er seine Kunden in Grevenbroich mit süßen Spezialitäten (Foto: Kreishandwerkerschaft)

Grevenbroich. Für Liebhaber des süßen Genusses

Pralinen, Eis, Baumkuchen, Mandelsplitter, Torten, Marzipan, Dominosteine: Wem dabei das Wasser im Mund zusammenläuft, ist bei der Konditorei und Café Kames in der Fußgängerzone von Grevenbroich an der richtigen Adresse – schon seit 40 Jahren.

Damals eröffnete Heinz-Josef Kames im früheren Lebensmittelgeschäft seiner Eltern an der Breite Straße die Konditorei. „Wo heute die Backstube ist, war zuvor das Lager meiner Eltern“, erzählt der heute 65-Jährige, der die Jubiläumsurkunde vom stellvertretenden Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, Klaus Koralewski, entgegennahm. Mit gerade einmal 21 hatte er seinen Meister als Konditor gemacht und danach als Patisser im Sterne-Restaurant „Traube“ gearbeitet. „Ich wollte immer selbstständig sein und bin dann voller Euphorie mit meiner eigenen Konditorei gestartet“, sagt Kames.

Sein Erfolgsrezept von Anfang an: kreative Ideen, feinste Zutaten und Top-Qualität. Das ist bis heute so. Wer bei Kames genießt, kann sicher sein, dass es auch von Kames ist. Echtes Handwerk eben. „Wir produzieren alles selbst und machen Sachen, die sonst fast keiner mehr macht“, betont Heinz-Josef Kames. Mandeln werden frisch geröstet, die Präsent-Eier zu Ostern selbst befüllt, und in den Bienenstich kommt natürlich keine zugekaufte Creme, sondern eine selbstgemachte mit geschlagenem Eiweiß und mit Vanille abgeschmeckt. Eine Mitarbeiterin kann mit Kakao auf Marzipan malen und schafft so kleine Kunstwerke.

Das alles ginge auch anders, aber Kames weiß: „Wir haben die Messlatte selbst hochgelegt und können keine Rückschritte machen.“ Da nimmt er gerne in Kauf, dass sein Arbeitstag immer zwölf Stunden hat. Und freut sich darüber, dass für seinen Elisen-Lebkuchen die Kunden extra aus Düsseldorf und Mönchengladbach kommen.

In seinem Café verfügt Heinz-Josef Kames über rund 35 Plätze, hinzu kommen 40 weitere auf der Terrasse, die bei schönem Wetter genutzt werden können. „Durch Corona haben wir eine harte Zeit hinter uns“, berichtet Kames. Das Café musste zeitweise geschlossen werden. Immerhin konnte sich der Konditormeister über ein gutes Thekengeschäft freuen – die Kunden hatten auch im Lockdown Lust auf süße Köstlichkeiten.

Derzeit beschäftigt Heinz-Josef Kames fünf Mitarbeitende. „Alle sind schon lange im Team, eine Mitarbeiterin sogar bereits seit 38 Jahren“, berichtet er. Etwa 15 Konditoren hat er im Laufe der Jahre ausgebildet und rund ein Dutzend Fachverkäuferinnen. Mehrere von ihnen haben die Ausbildung mit „sehr gut“ bestanden.

Kames‘ Sohn Jonas (18) absolviert eine Ausbildung im Büromanagement bei einer Versicherung; er unterstützt seinen Vater beim Marketing. Der denkt auch nach 40 Jahren nicht ans Aufhören: „Mir macht die Arbeit nach wie vor viel Spaß, und das sieht und schmeckt man auch an unseren Produkten“, sagt Heinz-Josef Kames.

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