Bürgermeister Christoph Tesche (r.) freut sich gemeinsam mit Georg Gabriel, Abteilungsleiter Stadtmarketing und Tourismus, über die erfolgreiche Förderung des NRW-Landesprogramms. Eins von vielen guten Beispielen ist der Ama Concept Store von Inhaberin Sarah Landis (Mitte) (Foto: Stadt RE)

Recklinghausen. Eine echte Erfolgsgeschichte ist die Umsetzung des Förderprogramms, mit dem das Land Nordrhein-Westfalen auch in Recklinghausen die Stärkung der Innenstadt unterstützt. Die stolze Zahl von 24 Leerständen konnte mit Unterstützung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in der „Guten Stube“ in einem Jahr beseitigt werden. Vier weitere Verträge stehen vor dem Abschluss. Ziel des Landesprogrammes ist es, landesweit Innenstädte und Zentren zu stärken und coronabedingtem Leerstand vorzubeugen.

„Ich bin dem Land dankbar, dass es unsere Bemühungen für eine lebendige Altstadt finanziell unterstützt. Wir haben im Rathaus allerdings auch sofort die Potenziale und Chancen entdeckt, die in dem Förderprogramm liegen und die sich bietenden Handlungsspielräume konsequent genutzt. Unsere Bilanz kann sich, auch im Vergleich zu anderen Städten, wirklich sehen lassen“, betonte Bürgermeister Christoph Tesche. „Letztlich ist die Beseitigung von mehr als 20 Leerständen auch eine Bestätigung dafür, dass meine Initiative, ein Altstadt- und Quartiersmanagement zu installieren, richtig war. Mit den zahlreichen Projekten, die nun im Rahmen des Förderprogramms realisiert wurden, ernten wir auch die Früchte der hervorragenden Netzwerkarbeit, die in den vergangenen Jahren durch die Wirtschaftsförderung und das Stadtmarketing geleistet wurde.“

Schlüssel zum Erfolg sei aber auch die pragmatische und lösungsorientierte Zusammenarbeit der Bereiche Stadtmarketing, Gebäudewirtschaft und Bauordnung im Rathaus bei der Umsetzung von Nutzungsänderungen und dem Abschluss von Mietverträgen gewesen. 612.000 Euro von 718.000 Euro Fördermitteln konnten so bereits abgerufen werden.

Die Landesregierung geht mit ihrem bundesweit einzigartigen Konzept neue Wege und räumt den Städten und Gemeinden viel Spielraum bei der Gestaltung ein. Die Fördergelder stehen zur Verfügung, um zum Beispiel leerstehende Ladenlokale anzumieten, Gebäude zu erwerben, mit den Grundstückseigentümer*innen von Einzelhandelsgroßimmobilien zu verhandeln oder um gemeinsam Perspektiven mit Handel, Eigentümer*innen und Politik zur Stärkung der Innenstädte zu entwickeln.

In Recklinghausen wurden mit Unterstützung des Programms unterschiedliche Nutzungen realisiert. Die Palette reicht vom klassischen Einzelhandel, über die Existenzgründung eines Hörgeräteakustikers, das Bildungsangebot „MINT.city-lab” des Netzwerks MINT.REgio bis zur Anmietung eines Ladenlokals durch den ADFC und den Deutschen Alpenverein an der Breiten Straße. 4.335 Quadratmeter Nutzfläche werden im Zuge des Förderprogramms unter dem Strich neu bespielt.

„Alle Nutzungen sind geeignet, für mehr Leben in der Stadt zu sorgen. Genau darauf kommt es allen Beteiligten an. Ich bin überzeugt davon, dass wir in der ,Guten Stube‘ auf einem guten Weg sind“, sagte Bürgermeister Tesche. Er verwies auch darauf, dass der Umbau des Karstadt-Komplexes zum MarktQuartier auf die Zielgerade biegt. „Das Projekt wird sicher für zusätzliche positive Impulse sorgen. Recklinghausen ist als Standort für Investorinnen  und Investoren wieder interessant. Das belegen auch die Pläne für das Projekt am ehemaligen SinnLeffers-Standort und die bereits realisierten und sich anbahnenden Investitionen an der Breiten Straße und am Holzmarkt.“

Tesche kündigte an, dass die Stadt auch weiter mit den Altstadtquartieren intensiv daran arbeiten werde, Ambiente und Aufenthaltsqualität in der Altstadt weiter zu verbessern.

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