Besuch der ukrainischen Generalkonsulin Iryna Shum bei Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. Der Eintrag von Generalskonsulin Shum im Gästebuch der Stadt (Foto: André Grabowski / Stadt Bochum, Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation)
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Bochum. Der Bochumer Oberbürgermeister Thomas Eiskirch hat am Freitag, 25. Februar, die ukrainische Generalkonsulin Iryna Shum zu einem Austausch über die aktuelle Lage in der Ukraine empfangen. Im Vordergrund standen Überlegungen für Möglichkeiten der Unterstützung und Hilfeleistungen für die ukrainische Bevölkerung.

Besuch der ukrainischen Generalkonsulin Iryna Shum bei Oberbürgermeister Thomas Eiskirch.
v.l. Monika Grawe, OB Eiskirch, Iryna Shum und Ivan Stuckert (Foto: André Grabowski / Stadt Bochum, Referat für politische Gremien, Bürgerbeteiligung und Kommunikation)

Oberbürgermeister Eiskirch brachte bei dem Treffen seine Bestürzung über die Entwicklung zum Ausdruck und versicherte der Generalkonsulin die Solidarität der Bochumerinnen und Bochumer: „Wir sehen wirklich erschütternde Bilder, die niemanden kalt lassen. Menschen, die noch nie zuvor eine Waffe in die Hand genommen haben, sind bereit, zu den Waffen zu greifen und für ihre Freiheit und Unabhängigkeit zu kämpfen. Es ist furchtbar, dass die Menschen in Europa wieder vor diese Entscheidung gestellt werden.“

Thomas Eiskirch verurteilte den Angriff Russlands scharf: „Was Putin fürchtet, sind Demokratie und Freiheit. Sein Krieg richtet sich gegen die demokratischen und freiheitlichen Kräfte. Der Angriff auf die Ukraine ist ein Verstoß gegen den wichtigsten Grundsatz der UN-Charta. Es ist eine eklatante völkerrechtliche Widrigkeit. Die volle Solidarität der Bochumerinnen und Bochumer gilt den Menschen in der Ukraine.“

Die Generalkonsulin trug sich bei ihrem Besuch in Bochum außerdem in das Gästebuch der Stadt ein und traf sich auch mit Vertreterinnen und Vertretern der Gesellschaft Bochum-Donezk. Partnerschaften gälten auch in schwierigen Zeiten, betonte Oberbürgermeister Thomas Eiskirch in Hinblick auf die Arbeit der Gesellschaft. Ihr unermüdlicher Einsatz und die seit vielen Jahren finanzierten humanitären Hilfstransporte seien jetzt wichtiger denn je, so Eiskirch. Die Mitglieder der Gesellschaft pflegen intensiven Kontakt zu den Menschen in und um Donezk. Sie sind der für Bochum so wichtige Zugang zur ukrainischen Zivilbevölkerung. Aktuell befindet sich ein LKW der Gesellschaft auf dem Rückweg von Donezk – unklar ist, ob er die Grenzen überqueren konnte. In der Bochumer Bevölkerung gibt es eine Welle der Hilfsbereitschaft, die Menge an Spenden von Kleidern, Lebensmitteln und medizinischen Hilfsgütern hat enorm zugenommen.

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