(Foto: Heinz Spütz)

Straelen. Im Rahmen seines Besuchsprogramms „Aengenvoort vor Ort“ machte Landtagskandidat Lars Aengenvoort Halt in Straelen – und fand einen Ort der Ruhe, der Konzentration und der kreativen Arbeit im friedlichen Miteinander: das Europäische Übersetzer-Kollegium (EÜK). „Ein Locus amoenus, ein lieblicher Ort der Idylle“, wie es der brasilianische Übersetzer und derzeitige „Translator in Residence“, Marcus Tulius Franco Morais, auf den literarischen Punkt bringt.

Zusammen mit vier weiteren Kolleginnen und Kollegen aus Russland, Ungarn und Lettland vermittelte er dem jungen SPD-Politiker eindrucksvoll Einblicke in die Welt des Übersetzens und präsentierte ihm die hervorragenden Arbeitsbedingungen im EÜK, dem weltweit ersten und größten internationalen Arbeitszentrum für professionelle Literatur- und Sachbuch-Übersetzerinnen und -übersetzer. Mit dabei und eine schier unerschöpfliche Quelle von Wissens- und Staunenswertem über Sinn und Zweck dieses einmaligen Kulturinstituts: die Präsidentin des Kollegiums, Dr. Barbara Hendricks, Bundesministerin a.D. und die Geschäftsführerin Dr. Regina Peeters.

Lars Aengenvoort zeigte sich tief beeindruckt von Qualität und internationaler Strahlkraft des Kollegiums: „Allein schon die Bibliothek mit 125.000 Bänden, davon 35.000 Lexika in über 275 Sprachen und Dialekten; 6.000 Übernachtungen rund 30 Appartements auf insgesamt 2500 qm Wohnfläche für jährlich 300 Gäste aus der internationalen Übersetzerszene – das ist schon überwältigend. Das Europäische Übersetzer-Kollegium leistet Kulturarbeit von unschätzbarem Wert und ist ein Juwel für den Standort Straelen. Wo ich kann, werde ich seine Arbeit unterstützen.“

Das Fortbestehen des Kollegiums ist aber nicht selbstverständlich. Den größten Anteil an der Förderung hat das Land NRW. Auch die Stadt Straelen trägt einen Anteil. Obwohl das EÜK ein Leuchtturmprojekt für den Kreis Kleve ist, beteiligt sich dieser bisher nicht an dem Projekt. Aufgrund der neuen Kreisspitze und der neuen Situation im Kreistag ist Barbara Hendricks aber optimistisch: „Ich bin zuversichtlich, dass der Kreis die Finanzierung des Übersetzer-Kollegiums zukünftig unterstützen wird. Wir werden den Antrag zeitnah stellen.“

Eine interessante Information vor allem für junge Leute konnte Lars Aengenvoort noch mitnehmen. Wie Regina Peeters auf Nachfrage bestätigte, nimmt das Vorhabe, im EÜK Arbeitsstellen für Bundesfreiwillige oder für ein Freiwilliges Kulturelles Jahr anzubieten, konkrete Formen an.

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