Kultur und kulinarische Köstlichkeiten, hier der gemeinsame Stand der Deutsch-Türkischen Gesellschaft, des Türkischen Elternbundes und der Akdeniz-Aleviten (Foto: Bruno Wansing)

Bocholt. Fest am 1. Mai am Textilwerk super besucht – Tolle Stimmung

Das Kinder- und Familienfest am 1. Mai, das am Sonntag in seiner achten Auflage stattfand, wird immer bunter. Mit dem afghanischen Kulturverein und dem eritreischen Kulturverein waren neben den vielen weiteren Kulturvereinen aus Bocholt zwei komplett neue Vereine auf dem Platz vor der Weberei des Textilwerks zu sehen.

Die Organisatoren, das LWL-Industriemuseum, der Integrationsrat, das Integrationsbüro und das Büro des Bürgermeisters, hatten erst vor gut fünf Wochen das okay für eine Ausgabe “wie vor Corona” bekommen.

“Wir hatten eigentlich eine abgespeckte und Corona konforme Version mit weniger Vereinen geplant”, berichtete Hermann Stenkamp vom LWL. “Als dann die Coronamaßnahmen gelockert wurden, konnten wir den Vereinen das “Go” geben und es haben sich dann auch gleich noch weitere Vereine und Gruppen gemeldet und mitgemacht. Darüber haben wir uns sehr gefreut”, ergänzt Bruno Wansing, Integrationsbeauftragter der Stadt Bocholt.

Mitmachaktionen, Kulinarisches und Kultur

Neben den vielen Mitmachaktionen für die Kinder z.B. beim Bewegungsparcours des Bündnis für Familie, oder beim Eiffelturmmalen der Deutsch-Französischen Gesellschaft, gab es Dosenwerfen bei der Fabi und den Puppenspieler, der mehrfach vor richtig “vollem Haus” spielte und für glänzende Kinderaugen sorgte. Darüber hinaus gab es bei den Ständen der Vereine nicht nur kulinarische Köstlichkeiten aus den Heimatländern sondern auch einiges über die Kultur aus den verschiedenen vertretenen Ländern zu lernen. Von dem Angebot, den eigenen  Namen in Tireng, der Sprache Eritreas, zu schreiben, machten viele Gebrauch und konnten das kleine Kunstwerk dann gleich auch mit nach Hause nehmen.

Im Arbeiterhaus sorgten die Märchenerzählerinnen für große Augen und im Textilmusem gab es – mit Hilfe der Ehrenamtlichen aus den Vereinen – Schnupperführungen in verschiedenen Sprachen.

Der Dampfzug “Feflo” war meistens voll besetzt und fuhr unter Dampf quer durch das Veranstalungsgelände, nur unterbrochen von einigen Pausen, wo er Wasser aufnehmen musste.

Gesänge, Tanz und Musik

Auf der Bühne sorgten die Vereine mit ihren Darbeitungen für die musikalische Untermalung, getanzt wurde mit den großen Gruppen des Afghanischen Kulturvereins, des Mesopotamischen Kulturvereins und der Deutsch-Albanischen Gesellschaft sowie der Hohen-Giethorst-Schule vor der Bühne und die Besucherinnen und Besucher gleich mit einbezogen.

“Wir sind froh, dass wir das in der kurzen zeit so über die Bühne bekommen haben und bedanken uns bei den vielen Helferinnen und Helfern, ohne die wir das nicht hätten stemmen können”, lobte Jana Dames, die das Fest koordinierte. Saskia Steilen vom Integrationsbüro freute sich über den tollen Einsatz der Vereine: “Das Engagement der Ehrenamtlichen ist unglaublich, sie haben das Fest – genauso wie wir – total vermisst”, so Steilen.

Landesförderung

Gefördert wird das Fest das im Rahmen der Europawoche 2022 “Storys of Europe – zeig mir Dein Europa” vom Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes NRW.

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