Auf dem Kirchplatz stellten gestern Initiator*innen, Organisator*innen und Sponsor*innen gemeinsam mit Bürgermeister Christoph Tesche das Programm für das Friedensfest am 18. Juni vor (Foto: Stadt Recklinghausen)

Recklinghausen. Ein deutliches Zeichen für Versöhnung in der Welt wollen die Initiator*innen des Friedensfestes setzen, das am 18. Juni, 11 bis 19.30 Uhr, auf dem Kirchplatz in der Altstadt und rund um St. Peter stattfindet. Motto der Veranstaltung: Recklinghausen hält zusammen! Was mit einer Idee der Altstadt-Quartiere und der Kirchengemeinde St. Peter begann, hat sich zu einem breiten Bündnis entwickelt, an dem sich auch die anderen katholischen sowie evangelischen Gemeinden beteiligen.

„Wir sprechen die gesamte Stadtgesellschaft an, laden aber insbesondere auch die Menschen ein, die aus der Ukraine oder anderen Kriegs- und Krisengebieten den Weg in unsere Stadt gefunden haben. Den Kontakt haben die Sozialverbände hergestellt. Nun hoffen wir, dass auch viele Menschen den Weg auf den Kirchplatz finden“, erklärte Wolfgang Rill. Der Vorsitzende des Quartiers Markt ist einer der Motoren der Veranstaltung.

„Ich freue mich über das große bürgerschaftliche Engagement in schwierigen Zeiten. Der Krieg in der Ukraine hat uns in den vergangenen Monaten schmerzhaft vor Augen geführt, dass ein Leben in Frieden und Freiheit eben doch nicht selbstverständlich ist. Das Fest ist aber nicht nur ein Bekenntnis zu Frieden und Demokratie, sondern bietet auch eine Plattform, um geflüchteten Menschen hilfreiche Integrationsangebote in der Stadt nahezubringen“, sagte Bürgermeister Christoph Tesche, der die Schirmherrschaft für das Friedensfest übernommen hat.

Und so präsentieren sich an Informationsständen mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), der Diakonie und der Caritasverband RE die Sozialverbände, die seit Jahren im Auftrag und in Kooperation mit der Stadt in der Flüchtlingshilfe und Flüchtlingsbetreuung aktiv sind. Vertreten ist auch das Team der Volkshochschule (VHS) Recklinghausen, die ihre Kursangebote vorstellt.

„Der Krieg in der Ukraine bot den Anlass, dass wir die Initiative für das Friedensfest ergriffen haben. Leider ist das aber nicht das einzige Land, in dem Menschen im Zuge von Kriegen und Konflikten vom Tode bedroht sind. Und so haben wir zu der Veranstaltung über die beteiligten Sozialverbände alle Flüchtlinge eingeladen, die in unserer Stadt leben“, betont Propst Karl Hermann Kemper.

Geboten wird neben reichlich Informationen aber auch ein buntes Programm für große und kleine Besucher. Hüpfburg, Rodeo-Schwein und Torwand warten auf die Kinder, auf der Kirchplatzbühne werden Christoph Tesche, Propst Kemper und Pfarrerin Kerstin Schütz das Friedensfest um 11 Uhr gemeinsam offiziell eröffnen.

Der Clubraum der Sparkasse Vest präsentiert anschließend die Bands Vincebus, Lukas Utech, Anika Troska und Motel. „Gerne unterstützen wir mit unserem Sparkassen-Clubraum-Format und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine solche Veranstaltung. Das Friedensfest stärkt den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft und richtet sich insbesondere auch an die Menschen, die aus Kriegs- und Krisengebieten stammen. Sie brauchen unsere Unterstützung, damit sie in Recklinghausen schnell Fuß fassen“, sagte Thomas Prang, Vertreter des Vorstandes der Sparkasse Vest Recklinghausen.

Für Unterhaltung sorgen neben den Sparkassen-Clubraum-Bands die Tanzschule Thiel und die Cheerleader von Citybasket Recklinghausen. Die Fechtgemeinschaft Recklinghausen demonstriert auf der Bühne eine Sportart, die in der Stadt eine lange Tradition hat. Zwischen den einzelnen Programmpunkten wird Moderator Jochen Sandkühler verschiedene Interviews führen.

„Ich bin mir sicher, dass von dem Friedensfest, das an das Konzept einer ähnlichen Veranstaltung aus dem Mai 2018 anknüpft, ein Signal des guten Miteinanders und der gegenseitigen Wertschätzung ausgeht. Toleranz und Zivilcourage werden bei uns aktiv gelebt und das ist gut so. Alle Bürgerinnen und Bürger können durch ihren Besuch genau dazu aktiv beitragen“, sagte Bürgermeister Christoph Tesche.

Für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher sorgen im Schatten von St. Peter zu zivilen Preisen Gastronom Wladimir Paster (JOJA u. 1780 – Foodbar) und Nicole Heimsoth (Wurstkultur). Unterstützt wird die Veranstaltung durch eine Reihe von Sponsoren: Sparkasse Vest, Kfz Kurt, Rewe Kramer und die fünf Altstadtquartiere. „Denen gilt natürlich unser ganz besonderer Dank“, erklärte Wolfgang Rill.

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