(Foto: Polizei)

Langenfeld. In der Nacht zu Donnerstag (23. Juni 2022) haben bislang noch unbekannte Täter einen Geldautomaten in einem Vorraum einer Bankfiliale in der Langenfelder Innenstadt gesprengt. Die Polizei ermittelt und bittet um Zeugenhinweise. Die gleiche Bankfiliale war bereits im Sommer 2018 von einer Geldautomatensprengung betroffen.

Gegen 2:30 Uhr waren mehrere Anwohner der Langenfelder Hauptstraße durch einen lauten Knall aus ihrem Schlaf geweckt worden. Als daraufhin eine Anwohnerin aus ihrem Fenster nach dem Rechten schaute, sah sie Qualm aus der Bankfiliale an der Ecke zur Freiherr-vom-Stein-Straße aufsteigen. Zudem rannten zwei oder drei Personen aus dem Vorraum der Filiale zu einem dunklen Auto (Modell Audi oder BMW, Kombi oder Limousine), in dem ein weiterer Täter wartete. Anschließend fuhr der Wagen mit hohem Tempo über die Wilhelmstraße in Richtung Monheim am Rhein davon und die Zeugen alarmierten die Polizei.

Diese konnte die Täter im Rahmen ihrer Fahndung allerdings leider nicht mehr antreffen. In der Bankfiliale stellten die Polizeibeamten fest, dass die Täter einen Geldautomaten in dem Vorraum der Bank auf bislang noch nicht geklärte Art gesprengt und hierbei für ganz erheblichen Schaden gesorgt hatten. So waren mehrere Schaufensterscheiben zersprungen, Deckenteile hingen herunter und Möbel waren umgestürzt. Inventar aus der Bank war aufgrund der Wucht der Explosion zum Teil bis auf die Hauptstraße geflogen.

Die Statik des Gebäudes wurde bei der Geldautomatensprengung augenscheinlich jedoch nicht beschädigt, so konnten die zunächst aus ihrem Wohnungen geholten Bewohner der über der Bankfiliale liegenden Wohnungen nach kurzer Zeit wieder zurückkehren.

Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein und führte intensive Maßnahmen zur Spurensicherung am Tatort sowie zur Sicherung weiterer beweiserheblicher Erkenntnisse durch. Hierzu wurde noch bis in die Morgenstunden auch der Bereich rund um die Bankfiliale an der Hauptstraße in Langenfeld in beide Richtungen für den Verkehr gesperrt. Ob die Täter mit Gas oder Sprengstoff vorgingen, ist aktuell noch nicht geklärt und Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Ebenso ist noch nicht geklärt, ob und wie viel Beute die Täter gemacht haben.

Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Tatgeschehen tätigen können, sich jederzeit mit der Polizei in Langenfeld unter der Rufnummer 02173 288-6310 in Verbindung zu setzen.

Zeugen, die möglicherweise Videos von der Tat, den flüchtigen Tatverdächtigen oder dem Fluchtfahrzeug gefertigt haben, werden gebeten, diese der Polizei NRW auf dem Hinweisportal unter dem folgenden Link https://nrw.hinweisportal.de/ zu übersenden. (ots)

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