Mit Fragen gelöchert: VfL-Stürmer Simon Zoller spricht im Rahmen eines Polizei-Projekts mit Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Bochum-Mitte über Fußball, Tattoos und Ziele im Leben (Foto: VfL-Bochum)
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Bochum. Gewaltprävention, respektvolles Verhalten, der richtige Umgang mit Messengern und die gravierenden Folgen, die bei Rechtsverstößen drohen: Diese und weitere Themen haben Polizei und externe Redner der neunten Jahrgangsstufe der Gesamtschule Bochum-Mitte vermittelt. Auch VfL-Stürmer Simon Zoller kam zu Besuch – er sprach mit den Jugendlichen über Fußball, Tattoos und Ziele im Leben.

Bei sommerlichen 30 Grad warteten die Schülerinnen und Schüler der neunten Stufe am Mittwoch, 10. August, in der Aula gespannt auf den Stargast der Veranstaltung. Um kurz nach eins traf Simon Zoller ein und blickte in viele schweißnasse Gesichter. Die Jugendlichen empfingen den Sportler mit begeistertem Applaus. Der 31-jährige Stürmer mit der Rückennummer neun kam zunächst auf seine eigene Jugend zu sprechen: “Auch ich war kompliziert in eurem Alter und habe es meinen Eltern nicht immer leicht gemacht. Deswegen verstehe ich eure Lebensphase gut.” Der Fußball war es, der ihn schließlich wieder in die Spur brachte. Zoller trainierte hart, biss sich durch und schaffte es schließlich bis in die erste Bundesliga.

Die Jugendlichen löcherten ihn kurz darauf mit Fragen, etwa: “Was hat dich inspiriert?”, “Was ist dein Lieblingsessen?” (Currywurst Pommes), “Was bedeuten deine Tattoos?” oder “Ronaldo oder Messi?” (Messi). Anschließend stand Zoller noch für zahlreiche Selfies und Autogramme zur Verfügung.

Der Besuch des Profifußballers bildete den Abschluss des ersten von insgesamt drei Projekttagen an der Gesamtschule. Mehrere Polizeibeamte des Kriminalkommissariats für Kriminalprävention und Opferschutz (KPO) führten die Schülerinnen und Schüler durch das Programm. Die Schulleitung hatte das Projekt angestoßen, um die Jugendlichen einerseits für die Folgen strafbarer Handlungen zu sensibilisieren, andererseits um zu zeigen, dass es sich lohnt, dranzubleiben und seine Ziele zu verfolgen – auch, wenn es einmal nicht gut läuft. Themen waren zum Beispiel der richtige Umgang mit Sozialen Medien und Messengern, das polizeiliche Vorgehen gegen Gewaltstraftäter und mögliche Maßnahmen – von der Vernehmung bis hin zur Sicherstellung von Gegenständen. Mit einem Staatsanwalt hatte die Schule zudem einen Vertreter der Justiz zu Gast, der anschaulich über Führungszeugnisse, Schmerzensgeld, Kinderpornografie und mehr sprach.

Die Schülerinnen und Schüler, denen die Projekttage als Impuls dienen sollten, beteiligten sich rege an dem Programm und hatten zahlreiche Fragen. Polizeipräsident Jörg Lukat und die Abteilungsleiterin der Klassen 8-10, Annelie Schwefer, zeigten sich zufrieden mit der Veranstaltung. Auch Zoller war sichtlich angetan und kündigte an: “Das müssen wir unbedingt wiederholen.” (ots)

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