(Foto: Polizei Mönchengladbach)
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Mönchengladbach. Wie die Feuerwehr bereits berichtete, ist es am Dienstagmorgen, 22. November, an der Aachener Straße Ecke Lindberghstraße in Holt zu einem Dachstuhlbrand gekommen. Ursächlich für den Brand war eine illegale Cannabisplantage, an der es einen Kurzschluss gegeben hatte.



Holt, 22.11.2022, 06:01 Uhr, Aachenerstraße: Am Montagmorgen gegen 06:01 Uhr erreichte ein Notruf die Leitstelle der Feuerwehr Mönchengladbach und meldete eine Rauchentwicklung aus einem Dachgeschoss eines Einfamilienhauses an der Aachener Straße. Die Leitstelle alarmierte sofort die zuständigen Einsatzfahrzeuge. Die Rauchentwicklung und Feuerschein konnte durch die Feuerwehr bei deren Eintreffen bestätigt werden.
Die ersteintreffenden Einsatzkräfte konnten sich schnell Zugang zur betroffenen Gebäude verschaffen. Der Angriffstrupp der Feuerwehr ging unter Atemschutz vor durchsuchte die Erdgeschosswohnung auf Personen. Das Dachgeschoss stand bereits im Vollbrand und die Flammen hatte die Dachhaut durchschlagen. Sofort wurden Drehleitern in Stellung gebracht und der Brand wurde im Innen- und Außenangriff bekämpft. Dies gestaltete sich für die Einsatzkräfte recht schwierig, da durch die teilweise entstandene Einsturzgefahr nicht alle Brandnester sofort zu erreichen waren. So mussten erst mühsam weitere Öffnungen im Dach geschaffen werden, um auch die letzten Brandnester ablöschen zu können. Zum Schluss wurden die weiterhin nicht zugänglichen Bereiche mit Schaum bedeckt. Im Gebäude wurden keine Personen angetroffen, das Gebäude wurde durch das Feuer unbewohnbar. Bei dem Einsatz wurden keine Personen verletzt.
Im Einsatz waren die Lösch- und Hilfeleistungszüge der Feuer- und Rettungswache II (Holt), der Feuer- und Rettungswache I (Neuwerk), der Feuer- und Rettungswache III (Rheydt), der Atemschutzgerätewagen des Technik- und Logistikzentrums (Holt), die Einheiten Stadtmitte und Rheydt der Freiwilligen Feuerwehr, zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr Mönchengladbach. Für die Einsatzdauer wurden die Feuer- und Rettungswachen zusätzlich von den Einheiten Neuwerk, Hardt, Rheindahlen, Giesenkirchen der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.

Im Zuge der ersten Maßnahmen am Brandort betraten Polizeibeamte am Dienstagmorgen ein benachbartes Mehrfamilienhaus, um Personen, die sich dort eventuell hätten aufhalten können, in Sicherheit zu bringen. Es bestand die Gefahr, dass das Feuer sich weiter ausbreitete, oder dass durch Rauchgase auch Personen in Nachbarhäusern Verletzungen hätten erleiden können.

In dem Nachbarhaus entdeckten die Polizisten zwar keine Personen, dafür jedoch eine professionell angelegte Cannabisplantage, die sich über zwei Etagen erstreckte. Auch in dem Haus, in dem es gebrannt hatte, fanden die Beamten nach Abschluss der Löscharbeiten eine Cannabisplantage. Zusammen mit einem Brandsachverständigen untersuchten Brandermittler der Kriminalpolizei am Folgetag den Brandort genauer. Dabei konnten sie feststellen, dass ein technischer Defekt an einem Stromkabel, das die Cannabisplantage mit Energie versorgte, den Brand ausgelöst hatte.

Insgesamt stellte die Polizei in den beiden Häusern über 600 Cannabispflanzen sicher, deren Ernte einen Marktwert von geschätzten 100.000 Euro erbracht hätte. Wer die Cannabisplantagen betrieben hat, ist zurzeit noch unklar. Die Polizei geht bestehenden Ermittlungsansätzen nach. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Einmal mehr zeigt dieser Sachverhalt die Gefährlichkeit von illegalen Elektroinstallationen an Cannabisplantagen auf. (ots)

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