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Mülheim an der Ruhr. Katholisches Stadtdekanat Mülheim und Evangelischer
Kirchenkreis An der Ruhr vergeben Auszeichnung zum Neujahrsempfang

Mit dem Ökumenischen Hoffnungspreis 2022 zeichnen die katholische und die evangelische Kirche in Mülheim an der Ruhr gemeinsam die ehrenamtlich Engagierten in der Trauerbegleitung in Mülheim aus. Verliehen wurde der Preis im Rahmen des ökumenischen Neujahrsempfangs, der am Montagabend live aus der Mülheimer Petrikirche gestreamt wurde. Auch nachträglich anzuschauen ist der Empfang mit der Preisverleihung unter https://bit.ly/NJE-2022.

Ehrenamtlich Engagierte aus dem Trauernetzwerk Mülheim, der Ökumenischen Trauerbegleitung Links der Ruhr und vom Trauercafé des Netzwerks der Vereinten Ev. Kirchengemeinde nahmen die Auszeichnung entgegen. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert. Symbolisch verliehen wird eine Bronzeplastik, die an das Fisch-Symbol des Urchristentums erinnert. Die Plastik wurde vom Mülheimer Künstler Jochen Leyendecker gestaltet.

Superintendent Gerald Hillebrand bezog sich in seiner Ansprache auf die Jahreslosung „Du bist ein Gott, der mich sieht“ (Genesis16,13) – ein Ausspruch der Sklavin Hagar, die in die Wüste geschickt worden war und dennoch nicht die Hoffnung verlor. „Mit dem Hoffnungspreis wollen wir Menschen auszeichnen, die auch ihre Augen für Andere geöffnet haben. Für Trauernde, die sich verlassen fühlen, weil sie einen schweren Verlust erleben.“ Stadtdechant Michael Janßen hob die Bedeutung der ehrenamtlichen Trauerarbeit hervor: „Sie geben unseren Kirchen ein Gesicht, mit dem wir uns wahrlich gut sehen lassen können.“

Die Angebote, die die nun geehrten Ehrenamtlichen in der Trauerbegleitung machen, sind breit gefächert:

Die ökumenische Trauerbegleitung Links der Ruhr bietet sowohl offene Angebote als auch regelmäßige Gesprächskreise und Seminare an. Jüngst hinzugekommen sind weitere Formen, um Trauer zu verarbeiten, zum Beispiel auf einer Wanderung oder in einem Familiencafé, bei dem es auch Angebote für Kinder gibt, die einen Verlust erfahren haben. Die Ökumenische Trauerbegleitung kooperiert mit der Evangelischen Familienbildungsstätte Mülheim und der Katholischen Familienbildungsstätte Mülheim / Oberhausen (https://ev-kirche-broich-saarn.de/trauerbegleitung.html und https://mariae-himmelfahrt-mh.de/hh/oekumenische-trauerbegleitung-links-der-ruhr).

Ruth Schulz aus dem Netzwerk der Vereinten Evangelischen Kirchengemeinde lädt einmal im Monat Trauernde ein, gemeinsam mit anderen zu reden, zu schweigen und im Austausch neue Wege für sich zu entdecken (https://www.vek-muelheim.de/cafe-fuer-trauernde/).

Das Trauernetz Mülheim umspannt verschiedene konfessionelle und nicht-konfessionelle Träger, kommerzielle und nicht-kommerzielle Anbieter in der Stadt, deren Angebote sich auch unter anderem an spezielle Zielgruppen richten, darunter sind zum Beispiel Jugendliche und junge Erwachsene, Eltern, die ein Kind in der Schwangerschaft verloren haben, oder Menschen, deren Angehörige an Krebs verstorben sind (https://kirche-muelheim.de/wp-content/uploads/2021/03/trauernetz-MH2021.pdf).

v.l. Rita Blank, Dr. Britta Dickhoff, Kerstin Altenrath, Ruth Schulz, Ruth Borgwardt; hintere Reihe v.li.: Superintendent Gerald Hillebrand, Berd Heßeler, Delia Blömer und Stadtdechant Michael Janßen (Foto: privat)
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