Anlässlich des Auftakts der Aktion „Warm & herzlich“ waren Vertreterinnen und Vertreter der engagierten Kirchengemeinden und des Kirchenkreises, ehrenamtliche Helfer und Mitarbeitende aus dem Restaurant Church der Diakonie in die Kreuzeskirche gekommen (Foto: Kirchenkreis Essen/Achim Pohl)

Essen. Mit einer heißen Suppe, warmen Getränken und guten Gesprächen wollen die Kirchengemeinde Altstadt und die Citykirchenarbeit den Menschen in der Innenstadt besser durch den Winter helfen: An drei Werktagen in der Woche öffnen die Marktkirche (dienstags von 15 bis 20 Uhr, Markt 2/Porschekanzel), die Kreuzeskirche (mittwochs von 12 bis 15 Uhr, Kreuzeskirchstraße 16/Weberplatz) und die Auferstehungskirche (donnerstags von 12 bis 15 Uhr, Manteuffelstraße 26) ab sofort ihre Türen für Menschen, die auf der Suche nach Wärme, einer Mahlzeit zum kleinen Preis oder einer netten Begegnung sind. Auch Ehrenamtliche, die Lust haben, gemeinsam mit anderen eine Öffnungszeit zu begleiten, können sich melden. In den Stadtteilen machen vier weitere Kirchengemeinden den Menschen ähnliche Angebote.

Zu der Initiative „Warm & herzlich – Kirche für Magen & Seele“ haben sich die Kirchengemeinde Altstadt, die Marktkirchenarbeit, das Ehrenamtsmanagement des Kirchenkreises und das Diakoniewerk Essen zusammengetan; einen schmackhaften Eintopf liefert das Restaurant Church der Diakonie. „Die Heizkosten steigen und der Winter sorgt für niedrige Temperaturen und reichlich Nässe. Wir möchten warme Orte für Menschen schaffen und ihnen helfen, gut durch die kalte Jahreszeit und die Energiekrise zu kommen“, erklären die Veranstalter. – Mit dem neuen Angebot steigt die Zahl der Kirchengemeinden, die Kirchen oder Gemeindehäuser auch werktags für Menschen öffnen, auf fünf – sie liegen in der Stadtmitte (Altstadt und Marktkirche: „Warm & herzlich“), im Süden (Bergerhausen: Mittagstisch „Satt und glücklich“ in der Johanneskirche), Osten (Freisenbruch-Horst-Eiberg: Offenes Bonhoeffer-Haus), Westen (Lutherkirchengemeinde Altendorf: „Ort der Herzenswärme“ im Wilhelm-Selle-Haus) und Norden (Borbeck-Vogelheim: Mittagstisch „Mahl-Zeit“ im Interkulturellen Zentrum Kreuzer, Friedrich-Lange-Straße 3). Alle Angebote verstehen sich gleichzeitig als Teil der Initiative #wärmewinter, die die Evangelische Kirche in Deutschland und die Diakonie gemeinsam gestartet haben. Die beteiligten Gemeinden freuen sich über ehrenamtliche Mitarbeit! Kontakt: Michael Druen, Ehrenamtsmanagement des Kirchenkreises Essen, Telefon 0201 2205-244, Mail ehrenamt(at)engagiere-dich.de. In den Essener Kirchengemeinden sind die nachfolgenden konkreten Initiativen entstanden bzw. stehen unmittelbar vor dem Start:

 

Stadtkern und Südostviertel

Unter dem Motto “Warm & herzlich. Kirche für Magen & Seele“ öffnen drei evangelische Innenstadtkirchen vom 11. Januar bis 28. Februar nacheinander an drei Werktagen ihre Türen: Menschen aller Altersstufen sind dienstags von 15 bis 20 Uhr in der Marktkirche, Markt 2/Porschekanzel, mittwochs von 12 bis 15 Uhr in der Kreuzeskirche, Kreuzeskirchstraße 13/Ecke Weberplatz, und donnerstags von 12 bis 15 Uhr in der Auferstehungskirche, Manteuffelstraße 26/Ecke Steubenstraße willkommen.

Organisiert wird das Angebot von der Marktkirchenarbeit des Kirchenkreises Essen, von der Evangelischen Kirchengemeinde Altstadt und vom Restaurant Church des Diakoniewerks Essen. „Mit heißer Suppe, warmen Getränken und herzlicher Begegnung helfen wir einander, gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen“, erklären die Initiatoren. Kontakt: Pfarrer Jan Vicari für die Marktkirche, Telefon 0201 75993920, Mail jan.vicari(at)ekir.de; Pfarrerin Barbara Montag für die Kreuzeskirche und die Auferstehungskirche, Telefon 0151 61120558, Mail barbara.Montag(at)ekir.de. Einen Flyer mit Informationen über dieses Angebot finden Sie unten auf dieser Seite.

 

Bergerhausen

Unter der Überschrift „satt & glücklich“ hat die Evangelische Kirchengemeinde Bergerhausen am 2. November einen öffentlichen Mittagstisch gestartet: Bis in den April hinein wird es im Gemeindesaal an der Elbestraße 28 an jedem Montag und Mittwoch zwischen 13 und 15 Uhr eine warme Mahlzeit sowie Kaffee und Kuchen für einen kleinen Selbstkostenbeitrag geben. Das Projekt richtet sich an alle Bergerhauser Bürgerinnen und Bürger, die Lust haben, gemeinsam mit anderen ihre Mittagspause zu verbringen und in Gesellschaft zu essen.

Eine Anmeldung ist für die Planung hilfreich. Sie kann formlos per Mail an die Adresse buero(at)gemeinde-bergerhausen.de gerichtet oder einfach auf einem Blatt Papier in den Briefkasten der Gemeinde an der Elbestraße 28 eingeworfen werden. Wichtig sind der Name bzw. die Namen der Gäste und die Tage, an denen sie kommen möchten.

 

Borbeck-Vogelheim

Die Evangelische Kirchengemeinde Borbeck-Vogelheim hat sich gemeinsam mit dem christlichen Verein Zug-um-Zug e.V. und dem „Flotte-Socken-Treff“ zu einem Verbund zusammengeschlossen, der allen Menschen ab dem 16. Januar an vier verschiedenen Wochentagen und drei wechselnden Standorten im Stadtteil jeweils von 13 bis 15 Uhr eine warme Mahlzeit zum kleinen Preis anbietet:

Montags beim Verein „Zug-um-Zug“ im Borbecker Bahnhof, Marktstraße 11, Telefon 0201 6858244; dienstags und donnerstags im Interkulturellen Zentrum „Kreuzer“ der Evangelischen Kirchengemeinde Borbeck-Vogelheim, Friedrich-Lange-Straße 3, Telefon 0201 8656330; mittwochs bei den „Flotten-Socken“, Am Kuhlmannsfeld 1, Telefon 0201 72020681. Auch Ehrenamtliche, die eine der Öffnungszeiten begleiten könnten, und finanzielle Förderer können sich unter den angegebenen Telefonnummern melden.

 

Freisenbruch-Horst-Eiberg

Seit November bietet die Evangelische Kirchengemeinde Freisenbruch-Horst-Eiberg im Bonhoefferhaus, Mierendorffweg 4, eine „warme Kirche“ an. Das Haus ist montags bis freitags von 12 bis 16 Uhr geöffnet und steht allen Menschen zur Verfügung, die z.B. ihre Wohnung nicht mehr ausreichend beheizen können.

„Hier können Sie tagsüber zusammenkommen, vielleicht einen Kaffee trinken, Hausaufgaben im Warmen machen und sich austauschen“, heißt es dazu. Wer Lust und Zeit hat, das Projekt ehrenamtlich zu unterstützen und eine Öffnungszeit zu betreuen, wendet sich an Presbyterin Ursula Rühl, Telefon 0162 3864484.

 

Lutherkirchengemeinde Altendorf

Auch die Evangelische Lutherkirchengemeinde Altendorf möchte einen „Ort der Herzenswärme“ schaffen und lädt vom 13. Januar an alle Menschen, die ihre eigenen vier Wände nicht mehr ausreichend beheizen können, an jedem Freitag von 14 bis 17 Uhr in das Wilhelm-Selle-Haus an der Grieperstraße 19a ein. „Bei uns können Sie sich aufwärmen, eine Tasse Kaffee oder einen Tee trinken“, heißt es dazu. „Das Augenmerk liegt auf dem Miteinander, dem Füreinander-Da-Sein. Gemeinschaft soll ermöglicht, niemand soll entwürdigt oder stigmatisiert werden.“

Dieses Angebot ist gleichzeitig Teil der Initiative “Orte der Herzenswärme – Gemeinschaft und Aufwärmen” in Altendorf und Frohnhausen”, einem Kooperationsprojekt mehrerer Partner, das die Wochentage von Montag bis Samstag abdeckt. Die Tage und Öffnungszeiten im Überblick:

Montag: “Treffpunkt Altendorf”, Kopernikusstraße 8, 14 bis 16 Uhr; und Katholisches Stadtteilzentrum “kreuz+quer”, Schmitzstraße 27, von 17 bis 19 Uhr. – Dienstag: “Essener Kontakte e.V.”, Frohnhauser Platz 1, 10 bis 12 Uhr. – Mittwoch: Eine-Welt-Laden, Ehrenzeller Straße 47, 16 bis 18 Uhr. – Donnerstag: Diakoniewerk Essen, Ehrenzeller Markt 5, 15 bis 16 Uhr. – Freitag: Stadtteilbüro “M.56”, Mülheimer Straße 56, von 12.30 bis 14.30 Uhr; Wilhelm-Selle-Haus der Evangelischen Lutherkirchengemeinde Altendorf, Grieperstraße 19a, 14 bis 17 Uhr; “Essener Kontakte e.V.”, Frohnhauser Platz 1, 15 bis 17 Uhr. – Samstag: Eine-Welt-Laden, Ehrenzeller Straße 47, 9 bis 13 Uhr.

 

Hintergrund: Die bundesweite Initiative #wärmewinter

Die Energiekrise in Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sowie die hohe Inflation führen vielerorts zu einer Vervielfachung der Kosten für Heizung und warmes Wasser. Unter dem Hashtag #wärmewinter haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Diakonie Ende September dazu aufgerufen, mit wirksamen Hilfsprojekten auf die Nöte der Betroffenen zu reagieren. Im November hat sich die Kreissynode, das Kirchenparlament des Kirchenkreises Essen, diesem Aufruf angeschlossen und alle ihre Gemeinden und Einrichtungen darum gebeten, entsprechende sozialdiakonische Initiativen zu entwickeln. Außerdem haben die Synodalen einstimmig beschlossen, dass alle zusätzlichen Kirchensteuereinnahmen, die dem Kirchenkreis und seinen Gemeinden aufgrund der Besteuerung der im Oktober ausgezahlten sogenannten Energiepreispauschale zufließen – insgesamt rund 250.000 Euro –, diesem Zweck zugutekommen sollen. Unterstützt werden die Soziale Servicestelle von Diakonie und Kirche im Haus der Evangelischen Kirche (84.000 Euro), der Energiesparservice der NEUE ARBEIT der Diakonie Essen gGmbH (100.000 Euro) sowie Vorhaben der Kirchengemeinden (66.000 Euro).

Beitrag drucken
Anzeigen