(Foto: ZOOM Erlebniswelt)
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Gelsenkirchen. Die ZOOM Erlebniswelt freut sich über die erfolgreiche Vergesellschaftung der beiden Amurtiger Thrax und Tamika. Zum ersten Mal trafen die beiden am Dienstagmorgen (24. Januar) aufeinander, als der Trennschieber gehoben und die Gehege für beide zugänglich gemacht wurden. Es war die erste Vergesellschaftung von Tigern in der ZOOM Erlebniswelt. Alles verlief unproblematisch.

Es war ein besonderer Moment für die Tierpflegerinnen und Tierpfleger der Erlebniswelt Asien, als sich die Schieber öffneten und die beiden Amurtiger zum ersten Mal die Möglichkeit hatten, sich hautnah zu begegnen. „Wir vermuteten, dass alles gut gehen würde. Aber, dass sich beide so vorbildhaft verstehen, ist eine große Freude“, sagt Björn Unger, Kurator der ZOOM Erlebniswelt. Eine Vergesellschaftung von Tigern ist nicht unproblematisch. Es kann dabei zu Revierkämpfen, bis hin zu schweren Verletzungen kommen.

In Gelsenkirchen allerdings versteht sich das Paar offensichtlich sehr gut. Das liegt zum einen am Charakter der beiden Tiger, zum anderen aber auch an der guten Vorbereitung durch die Tierpflegerinnen und Tierpfleger. „Über Monate hinweg wurden Routinen aufgebaut, um die Tiger an Abläufe zu gewöhnen“, erklärt Kurator Björn Unger. Bereits seit zwei Monaten konnten sich die dreijährige Tamika und der elfjährige Thrax durch ein Gitter sehen und den Geruch des Anderen wahrnehmen. Dabei deutete sich an, dass vor allem das Tigerweibchen Gefallen an Thrax gefunden hat. Die Tigerdame war im Oktober vergangenen Jahres aus dem Zoo Lissabon auf Empfehlung des Europäischen Zuchtprogrammes (EEP) nach Gelsenkirchen gekommen. Nun hofft das gesamte Zooteam der ZOOM Erlebniswelt, dass sich bei den beiden Nachwuchs einstellt.

Zum Hintergrund:

Der Amurtiger, auch Sibirischer Tiger genannt, ist die größte Raubkatze der Welt. In der Wildbahn leben nur noch knapp 600 Exemplare, daher gilt der Amurtiger als stark gefährdet. Sein heutiger Lebensraum beschränkt sich auf Wälder, Flachland und Bergregionen im Osten Russlands sowie angrenzende Teile Nordkoreas und Chinas.

Das EEP koordiniert den Austausch von Tieren für den Erhalt der genetischen Vielfalt in europäischen Zoos. Jedes EEP wird von einem Mitgliedszoo des Europäischen Zooverbandes EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) betreut. Ein/e EEP Koordinator/in gibt Empfehlungen zur Verpaarung einzelner Tiere, um einen optimalen Genpool aufrechtzuerhalten und somit stabile Populationen gesunder Tiere zu sichern.

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