(Foto: Stadt Gelsenkirchen)
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Gelsenkirchen. Nach gleich zwei Unfällen mit Binnenschiffen war die Brücke seit April 2022 gesperrt

Das Jahr 2022 war kein gutes Jahr für die Brücke über den Rhein-Herne-Kanal an der Grothusstraße. Zunächst rammte im April ein Schiff den Unterbau der Brücke, danach kam es im Oktober zu einem weiteren Unfall. Diesmal kollidierte ein Tankschiff mit der Brücke. Dabei wurde der Fahrstand komplett abgerissen und der Schiffsführer leicht verletzt.

Für die über die Brücke verlaufende Grothusstraße bedeuteten die Unfälle seitdem eine Einschränkung, da nicht gesichert war, ob die Tragfähigkeit der Brücke noch in vollem Umfang geben war. Der Verkehr wurde seitdem über den parallel verlaufenden Brückenteil in Gegenrichtung umgeleitet. Für den Verkehr in beide Richtungen verblieb somit je eine Fahrspur.

Inzwischen liegen alle Gutachten vor und der Auftrag zur Reparatur konnte vergeben werden. Die Firma Send aus Castrop-Rauxel hat am 4. April 2023 mit den Arbeiten begonnen. Die Arbeiten zur Ausbesserung werden rund 6 bis 8 Wochen benötigen und rund 250. 000 Euro kosten. Weitere 150.000 Euro werden für Absicherungen und die Verkehrsumleitung fällig.

Armin Außem, Vertreter der Firma Send: „Der Aufprall hat die Brücke etwa 20 Zentimeter eingedrückt. Auf einer Länge von 17 Metern werden wir die tragenden Teile jetzt verstärken und anschließend den Korrosionsschutz wiederherstellen.“

Andreas Knolle, Brückenbauingenieur der Stadt Gelsenkirchen: „Nach Abschluss der Arbeiten wird die Brücke wieder ihre alte Stabilität haben und kann in vollem Umfang genutzt werden. Für die Verkehrsteilnehmer stehen dann alle Fahrspuren wieder zur Verfügung.“

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