Der Auftakt für dieses Jahr ist gemacht: Bürgermeister Hajo Siemes (Grüne) im Bereich westlich des Schmölderparks, wo die ersten 90 Bäume gesetzt wurden. Stadtweit sollen dieses Jahr insgesamt 970 neue Bäume gepflanzt werden (Foto: Bündnis 90/Die Grünen)
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Mönchengladbach. Die „Vitusstadt“ wird grüner: 970 Bäume werden die Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe (mags) dieses Jahr im Bereich der städtischen Grünanlagen und entlang der Straßen pflanzen. Möglich ist das, weil die Ratsmehrheit von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP knapp 450.000 € für Neuanpflanzungen von Stadtbäumen in den städtischen Haushalt 2023 eingesetzt hatte – zusätzlich zu den Geldern, die die mags für Baumpflanzungen bereits einsetzt. Das Unternehmen um Geschäftsführer Hans-Jürgen Schnaß hatte nach der Genehmigung des städtischen Haushalts umgehend die Bestellungen für die Bäume in Auftrag gegeben, sodass jetzt im Frühjahr mit der Pflanzung der ersten 300 Bäume begonnen werden kann.

Den Auftakt machte die mags Anfang April im Bereich westlich des Schmölderparks, wo auf einer Freifläche 90 Bäume gesetzt wurden. „Wir gehen davon aus, dass wir es nun zum ersten Male schaffen, in einem Jahr mehr Stadtbäume zu pflanzen als gefällt werden“, sagt Bürgermeister Hajo Siemes und verweist nicht ohne Stolz auf die Zielvorgabe im Koalitionsvertrag der Ampelfraktionen, jährlich gut 1000 neue Bäume zu pflanzen, mindestens aber jeden gefällten Baum zu ersetzen. Dieses Ziel, so der Grünen-Politiker, könnte dieses Jahr erstmals eingehalten werden, da 2023 – nach aktuellem Stand – zwar 400 Bäume gefällt werden müssen, aber eben 970 Stadtbäume im Bereich von Straßen und Grünanlagen neu gepflanzt werden. „Dies muss unser Anspruch auch für die nächsten Jahre sein, denn wir haben noch einiges aufzuholen, da in den vergangenen Jahren immer wesentlich mehr Bäume gefällt wurden als nachgepflanzt. Bekanntlich verbessert sich durch mehr Bäume in der Stadt das Klima spürbar, besonders in den Hitzemonaten“, meint Siemes.

Weiter werden während der Sommermonate an verschiedenen Stellen des Stadtgebiets neue so genannte Baumscheiben (Pflanzstellen für Straßenbäume) ausgewiesen; zusätzlich werden bestehende Baumscheiben vergrößert, damit die Bäume an den Straßen mehr Raum haben, sich zu entwickeln – das vergrößert ihre Überlebenschancen. Im Herbst dieses Jahres, so Hajo Siemes, sollen dann die restlichen Bäume gepflanzt werden. Erfreulich: Auch im Bereich Forst und Wald werden dieses Jahr weitere 36.000 Stecklinge für Bäume gesetzt, um die Waldfläche zu erweitern. Besondere Schwerpunkte liegen dabei im Hoppbruch, in der Donk und im Hardter Wald.

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