(Foto: Feuerwehr)
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Mülheim an der Ruhr. Am Montagmittag schlug um 12.40 Uhr die Brandmeldeanlage eines Entsorgungsbetriebes an der Pilgerstraße Alarm. Aufgrund des besonderen Gefahrenpotenzials in dem dortigen Sonderabfallzwischenlager wurde der Löschzug der Feuerwache Broich inklusive einem Sonderfahrzeug (Sonderlöschmittel) entsandt. Gemäß dem Einsatzkonzept für dieses Lager wurden parallel Einsatzkräfte des Brandschutzes der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH alarmiert.

Bereits nach kurzer Zeit konnten die anrückenden Kräfte der Berufsfeuerwehr eine Rückmeldung über den Brand von Lithium-Ionen Akkumulatoren in einem Sammelbehälter auf einer Freifläche erhalten. In einem speziellen Metall-Sammelbehälter für defekte Lithium-Ionen-Akkus ist es vermutlich zu einer thermischen Reaktion gekommen und hat die dort gelagerten Akkus in Brand gesetzt. Der brennende Behälter wurde umgehend von zwei Löschtrupps unter Atemschutz mit Wasser geflutet. So konnte der Brand innerhalb kürzester Zeit eingedämmt werden. Mit der Wärmebildkamera wurden der Brandbehälter und drei weitere in der Nähe stehenden Behälter kontrolliert.

Im Anschluss der Löschmaßnahmen musste eine Lagerhalle mit einem Hochleistungslüfter vom eingedrungenen Brandrauch befreit werden.

Nach circa 90 Minuten konnten die Einsatzkräfte von Werk- und Berufsfeuerwehr wieder einrücken.

Im weiteren Verlauf des Tages musste die Feuerwehr zu 11 kleineren technischen Hilfeleistungen (Person im Aufzug, Tierfang, Wasser im Gebäude, Baum auf Gehweg oder zu hilflosen Personen hinter verschlossener Tür) ausrücken. Bei einem Verkehrsunfall zwischen zwei PKW an der Kreuzung Aktienstraße Eppinghofer Straße wurden drei Personen leicht verletzt. Für circa 60 Minuten war die Eppinghofer Straße voll gesperrt. Des Weiteren wurden die Löschzüge der beiden Feuerwachen noch zu zwei ausgelösten Brandmeldeanlagen alarmiert. Bei beiden Einsätzen konnte kein Schadenfeuer festgestellt werden.

Hinweis:

Akkumulatoren sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Von der elektrischen Zahnbürste bis zum Akkuschrauber oder Elektrofahrrad. Im Normalfall und bei richtiger Handhabung geht von ihnen keine Gefahr aus. Sollte es aber zu Erschütterungen, Sturz, Überladung oder Temperaturerhöhung durch einen Brand oder Sonneneinstrahlung kommen, können sie gefährlich werden. Hier kann es dann zu einem sogenannten Terminal Runaway oder thermischen Durchgehen kommen. Dabei erhitzt sich der Akku und gibt die gespeicherte Energie schlagartig und unkontrolliert ab. Dabei entstehen sehr hohe Temperaturen, die schnell zu einer Brandausbreitung führen können. Dann ist sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren!

Durch das GRS (Gemeinsames Rücknahmesystem der Batteriehersteller) ist die Rücknahme von Batterien organisiert. Sollten Sie einen defekten Akkumulator besitzen, entsorgen sie diesen nicht in der Restmülltonne. Bringen Sie den Akku bitte direkt zu den speziellen Sammelstellen in ihrer Nähe. (ots)

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