(Foto: Feuerwehr Recklinghausen)
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Recklinghausen. Am späten Freitagnachmittag (01.09.2023) kam es auf der Bundesautobahn 2 zu einem schweren Verkehrsunfall mit Beteiligung von zwei LKW. Vier Personen wurden hierbei, zum Teil schwer verletzt.

Die Feuerwehr Recklinghausen wurde um 17:34 Uhr auf die BAB 2 in Fahrtrichtung Hannover zwischen der Ausfahrt Recklinghausen-Ost und Castrop-Rauxel-Henrichenburg alarmiert.

Noch auf der Anfahrt der ersten Feuerwehreinsatzkräfte bestätigte eine zufällig vorbeikommende Rettungsdienstbesatzung die Erstmeldung, dass ein LKW-Fahrer im LKW eingeklemmt sei. Bei Eintreffen der Feuerwehr waren insgesamt vier Fahrzeuge, davon zwei LKW, in den Unfall verwickelt. Ein LKW war auf den davor fahrenden LKW aufgefahren, der Fahrer des hinteren LKW war eingeklemmt. Der Fahrer des vorderen LKW war unverletzt. Zwei PKW waren ebenfalls in den Unfall verwickelt. Vier Personen waren verletzt, zum Teil schwer. Eine Person aus einem der beteiligten PKW war bei Eintreffen der Einsatzkräfte bewusstlos.

Durch den Einsatzleiter der Feuerwehr wurden umgehend weitere Kräfte zur Einsatzstelle beordert und zur Versorgung der Verletzten ein so genannter “Massenanfall von Verletzten – bis 5 Patienten (MANV 5)” ausgelöst. Hierdurch kamen weitere Rettungsdienst- und Feuerwehreinsatzkräfte in den Einsatz.

Der schwer verletzte, eingeklemmte LKW-Fahrer wurde mit hydraulischen Gerät aus seinem Lieferwagen befreit. Zur Versorgung des Patienten wurde zwischenzeitlich ein Rettungshubschrauber angefordert. Der Patient wurde nach der Befreiung notärztlich versorgt und im Anschluss mit einem Rettungswagen bodengebunden in ein umliegendes Krankenhaus transportiert.

Eine zweite Patientin war ebenfalls schwer verletzt, zwei Personen waren leicht verletzt. Alle drei Patienten konnten sich vor Eintreffen der Feuerwehr eigenständig aus ihren Fahrzeugen befreien. Sie wurden ebenfalls notärztlich versorgt und im Anschluss in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Der gesamte Einsatz dauerte bis 19:00 Uhr an. Im Anschluss wurde die Unfallstelle zur Unfallursachenermittlung an die Autobahnpolizei übergeben.

Im Einsatz befanden sich die Kräfte der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache, der Einsatzleitdienst, die ehrenamtlichen Löschzüge Suderwich und Hochlar sowie der Rettungsdienst mit einem Rettungshubschrauber, zwei Notärzten, einem Krankentransportwagen und drei Rettungswagen. Zudem kam der Leitende Notarzt des Kreises Recklinghausen zum Einsatz. Unterstützung erhielt der Rettungsdienst Recklinghausen durch Rettungsmittel aus Castrop-Rauxel, Datteln und Marl sowie durch einen zufällig vorbeifahrenden KTW aus der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover. Durch die ehrenamtlichen Löschzüge Altstadt und Ost wurde der Grundschutz für das Stadtgebiet Recklinghausen im Falle eines weiteren Einsatzes abgesichert.

Zur Unfallursache und Schadenshöhe kann die Feuerwehr sich nicht äußern und verweist auf die polizeilichen Auskünfte.

Im Rahmen des Einsatzes kam es zu einer Vollsperrung der BAB 2 in Fahrtrichtung Hannover, was zu einem massiven Rückstau führte. (ots)

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