Die Kinder der 3b der Katholischen Grundschule Bell in Odenkirchen berichten dem Maskottchen Goldi und dem Bezirkspolizisten Paul Birker begeistert von ihrem Schulweg an der frischen Luft (Foto: © Stadt MG - Meike)
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Mönchengladbach. An diesem letzten Tag (1. September) der Aktionswoche des Projektes „Goldi go!“ merkt man nicht nur beim gemeinsamen Singen des Mottoliedes auf dem Schulhof, dass die Kinder der Katholischen Grundschule Bell hochmotiviert sind. Begeistert berichten sie dem Maskottchen Goldi der Sparkasse Mönchengladbach und dem Bezirkspolizisten Paul Birker wie sie in den letzten Tagen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus zur Schule gekommen sind. Guilia aus der Klasse 3b hat auch gut Gründe, warum das viel besser ist als mit dem Auto gebracht zu werden: „Ich habe gemerkt, dass es an der frischen Luft viel besser ist.“ Und auch Hannah, Julius und Henning können das nur unterstützen: „Das ist auch viel besser für die Umwelt!“

Und für Monika Müller, selbst Lehrerin sowie Fachberaterin Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung bringt es noch einen wesentlichen Vorteil, mehr Sicherheit: „Eltern machen sich Sorgen und bringen ihre Kinder mit der guten Absicht mit dem Auto zur Schule, sie dort vor dem Tor wirklich sicher rauszulassen. Die gute Absicht vieler sorgt dann aber oft für verstärkt gefährliche Situationen vor der Schule: Viele Autos zeitgleicht auf engem Raum, da wird die Situation für alle unübersichtlich, vor allem für die Kinder.“ Deswegen ist sie 2017 zusammen mit Steffie Oelers von der Stadtsparkasse Mönchengladbach auf die Idee für die Aktion „Goldi go!“ gekommen.

In der Aktionswoche malt täglich zu Schulbeginn jedes Kind mit bewegtem Schulweg auf einem Klassenplakat einen Turnschuh aus. Für zehn ausgemalte Turnschuhe erhält die Klasse einen goldenen Turnschuh- Aufkleber, der wiederum auf ein Schulplakat kommt. Dort hat die Schule ein gemeinsames Ziel für die Woche festgelegt und eine entsprechende Belohnung, z.B. eine doppelte große Pause. Außerdem erhalten alle Kinder am Ende eine Urkunde. Vorher und während dessen wird der Schulweg und die verschiedenen Möglichkeiten in der Schule besprochen. Genauso sind Umweltschutz und Verkehrssicherheit ein Thema.

In diesem Jahr haben 20 Grundschule an 23 Schulstandorten (insgesamt 231 Klassen, mit 6199Kindern) bei der Aktion mitgemacht. Für Müller ein voller Erfolg: „Wir hatten zunächst Sorge, dass wir nach der pandemiebedingten Pause erst sehr langsam wieder teilnehmende Schulen finden, aber jetzt haben wir fast schon wieder Zahlen wie zuvor.“ Neben der reinen Zahl ist aber vor allem das Ankommen der Botschaft bei den Kindern ein Beweis für den Erfolg: „Wir möchten gerne weiter so machen“, ist sich die Mehrheit der Kinder in der 3b einig. „Und wer kann besser für eine Sache gerade auch bei den Eltern werben als die eigenen Kinder“, freut sich Müller. Dass dem bei der Katholischen Grundschule Bell in Odenkirchen so ist, kann der Bezirkspolizist Paul Birker bestätigen: „In der ganzen Woche musste ich nur einmal eine Ermahnung aussprechen, ansonsten war die Situation vor der Schule wirklich entspannt.“ Alle Beteiligten sind deswegen optimistisch, dass die Aktion auch noch nach der Woche ihre Wirkung entfalten wird.

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