„Aus Betroffenen müssen Beteiligte werden“, so Hans Christian Markert (Foto: GRÜNE)
„Aus Betroffenen müssen Beteiligte werden“, so Hans Christian Markert (Foto: GRÜNE)
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Rhein-Kreis Neuss. In der nächsten Kreistagssitzung am 13. Dezember 2023 soll der aktuelle und mittlerweile vierte Entwurf des „Integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Rhein-Kreis Neuss“ beschlossen werden. Für ein umfassendes Klimaschutzkonzept haben die Kreistagsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD bereits 2021 erfolgreich die Bewilligung von rund 1 Million Euro zusätzlicher investiver Mittel sowie Fördermittel des Bundes beantragt.

Vor diesem Hintergrund lud die Grünen-Kreistagsfraktion am Dienstag, 28. November 2023, ihre Mitglieder sowie die Mitglieder der Grünen-Ratsfraktionen im Kreisgebiet zu einem digitalen Fachgespräch mit der Klimaschutzmanagerin des Rhein-Kreises Neuss Ina Grothe ein. Mit dabei: Kreisdirektor Dirk Brügge sowie Karin Ahlert vom NABU-Kreisverband Neuss. Moderiert wurde die 60-minütige Gesprächsrunde von Hans Christian Markert, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Rhein-Kreis Neuss und Sprecher für Klima, Umwelt, Energie und Bauen.

Grothe, die im Februar 2022 ihre Arbeit als Klimaschutzmanagerin beim Rhein-Kreis Neuss aufgenommen hat, stellte in Kürze die wesentlichen Bausteine und Handlungsfelder des Integrierten Klimaschutzkonzeptes als Teil der Klimawandelvorsorgestrategie des Rhein-Kreises Neuss vor und stand anschließend – gemeinsam mit Kreisdirektor Dirk Brügge – für Fragen zur Verfügung.

Hans Christian Markert betonte, dass die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes nur unter Einbeziehung aller Beteiligten – insbesondere der Bürger*innen und Umweltverbände im Rhein-Kreis Neuss – erfolgreich gelänge.

„Wir sehen die Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels und wir hören von Expertinnen und Experten, dass die Klimaziele bereits jetzt gerissen werden. Darum ist es gut, dass sich der Rhein-Kreis Neuss nun auch ein ambitioniertes Klimakonzept geben will. In den Umsetzungsprozess für die nächsten Jahre möchten wir GRÜNEN die gesellschaftlichen Akteure stärker integrieren – nicht zuletzt die anerkannten Umwelt- und Naturschutzverbände. Aus Betroffenen müssen Beteiligte werden“, so Markert.

Ein Anreiz zur Beteiligung aller, also auch der finanzschwächeren Haushalte, beim Klimaschutz ist die Förderung steckerfertiger Photovoltaikanlagen – kurz Balkonkraftwerke – ab dem 20. November 2023. Die Förderung erfolgt über einen Zuschuss in Höhe von 100 Euro beziehungsweise 300 Euro bei Vorliegen eines Wohnberechtigungsscheins. Für die Bereitstellung der Fördermittel hat sich die Kooperation aus GRÜNEN und SPD im Rhein-Kreis Neuss bereits im Finanzausschuss im März erfolgreich eingesetzt. Fragen rund um die Förderung beantwortet das Technologiezentrum Glehn (TZG). Einen Förderantrag können interessierte Bürger*innen unter https://solar.gotzg.de/ herunterladen.

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