(Foto: RWO)
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Oberhausen. Nachdem Moritz Stoppelkamp Rot-Weiß Oberhausen bereits nach zehn Minuten in Führung brachte, glichen die Wiedenbrücker durch Saban Kaptan in der 27. Minute aus. Cottrell Ezekwem brachte die Rot-Weißen kurz nach der Pause direkt wieder in Führung, ehe Cinar Sansar mit dem 2:2 in der Nachspielzeit den Spielverlauf auf den Kopf stellte.

Nach dem Heimsieg über die U23 des SC Paderborn, musste Jörn Nowak krankheitsbedingt auf Michel Niemeyer verzichten, für den Tobias Boche in die Startelf rückte.

Die Kleeblätter liefen erneut mit einer Viererkette bestehend aus Moritz Montag, Tim Stappmann, Nico Klaß und Pierre Fassnacht vor Robin Benz auf. Davor formierte sich das Mittelfeld aus Rinor Rexha, Christian März, Glody Ngyombo und Tobias Boche vor denen erneut Moritz Stoppelkamp und Cottrell Ezekwem im Sturm agierten.

Spielzusammenfassung

In einer stürmischen Anfangsphase versuchte Rot-Weiß Oberhausen das Zepter in die Hand zu nehmen. Nach zehn Minuten schnappte sich Moritz Stoppelkamp aus rund 20 Metern den Ball und schlenzte diesen gekonnt zum 1:0 ins lange Eck. Aber auch die Gäste aus Wiedenbrück versuchten mitzuspielen und kamen nach einer Ecke zu ihrer größten Chance, sodass Tim Stappmann vor der Linie klären musste (15.). Danach versuchten die Kleeblätter ihre Spielkontrolle in Zählbares umzumünzen, das Tor fiel aber auf der anderen Seite nachdem Luca Kerkemeyer, der bei seinem Anspiel nah an der Abseitsgrenze stand, den Ball in den Rückraum auf Saban Kaptan legte, der dann zum Ausgleich traf. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, jedoch ohne, dass es vor einem Kasten nochmal brandgefährlich wurde. Kurz vor der Pause war es dann nochmal eine Kombination von Stoppelkamp und Montag, die aber auch am Ende zu ungenau war.

Aus der Pause kamen die Kleeblätter als bessere Mannschaft und gingen bereits nach drei Minuten im zweiten Durchgang durch Cottrell Ezekwem in Führung: Pierre Fassnacht spielte nach Balleroberung dem Stürmer perfekt in den Lauf, der den Ball dann unter Hölscher, zur erneuten Führung, durchschob. Auch danach setzten die Rot-Weißen einige Offensiv-Akzente, kamen dem Tor der Gäste aber nicht mehr so richtig nah. Bei den Aktionen im Wiedenbrücker Strafraum fehlte dann meist beim letzten Pass oder beim Abschluss die Genauigkeit, um auf 3:1 zu stellen. Eine Viertelstunde vor dem Ende eroberte RWO erneut den Ball im Mittelfeld, aber wieder war es ein Abstimmungsfehler beim letzten Pass, der die Chance verpuffen ließ. Zum Ende der Partie wurde diese dann deutlich körperlicher, was Schiedsrichter Jörn Schäfer auchmit Karten quittierte. Dabei traf es Benajmin Friesen, der nach 86 Minuten die Gelbe Karte und nach 89 Minuten sogar die Gelb-Rote Karte sah, nachdem er Pierre Fassnacht mit dem Knie im Gesicht traf.

Die Gäste warfen in der Nachspielzeit in Unterzahl nochmal alles nach vorne und erhielten kurz vor dem Schlusspfiff noch einen Freistoß aus dem Halbfeld, der bei Cinar Sansar am zweiten Pfosten landete und der diesen dann zum Ausgleich ins lange Eck jagte. Eine eigene Ecke der Rot-Weißen brachte am Ende nicht mehr die entscheidende Chance, sodass es beim 2:2 blieb.

Stimme zum Spiel

Jörn Nowak: „ Es ist das zweite Mal, dass wir gegen eine Mannschaft in Unterzahl das 2:2 kassieren und das dritte Heimspiel, in dem wir spät zwei Punkte verschenken, das ist natürlich enttäuschend. Wir sind in einem recht ausgeglichenen Spiel früh in Führung gegangen, aber haben nicht die nötige Kompaktheit gehabt, sodass Wiedenbrück nach einem guten Spielzug zum Ausgleich kam. Im zweiten Durchgang waren wir griffiger und sind nach einem Ballgewinn erneut in Führung gegangen. Dann müssen wir es aber schaffen aus den Umschaltmomenten das dritte Tor zu machen. Es ist klar, dass die Mannschaft, die zurückliegt am Ende nochmal alles nach vorne wirft und versucht über Standards zu kommen. Wir haben ihnen das Foul dann viel zu leicht angeboten und im eigenen Strafraum zu schlecht verteidigt. Es ist jetzt extrem bitter, weil diese zwei Punkte nicht nur in der Tabelle fehlen, sondern auch fürs Gefühl. Der Kampfsieg heute wäre für die Stimmung enorm wichtig gewesen, denn so kippt das Ganze wieder ein bisschen, was sehr ärgerlich ist, aber das haben wir uns selbst zuzuschreiben.“

Ausblick

Bereits am Mittwoch geht es für Rot-Weiß Oberhausen im Viertelfinale des Niederrheinpokals gegen Hamborn 07 weiter. Ab 19:30 Uhr rollt der Ball im Stadion Niederrhein. Tickets für die Partie könnt ihr euch im Onlineshop oder im Fanshop sichern.

RW Oberhausen  :  SC Wiedenbrück    2:2  (1:1)

Aufstellung

RWO: Benz, Montag, Fassnacht, Stappmann, März, Ngyombo, Stoppelkamp, Klaß, Rexha, Ezekwem, Boche

SCW: Hölscher, Hüning, Karahan, Kaptan, Amedick, Aydinel, Domröse, Özer, Sansar, Kerkemeyer, Liehr

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