Der Niers-Express im Bahnhof Kerken (Foto: LokalKlick)
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Kreis Kleve. Die Deutsche Bahn tauscht ab Ende Februar auf dem Streckenabschnitt des Niers-Express zwischen Kevelaer und Geldern weitere Kupferkabel aus. Bis Ende März werden vorsorglich Übertragungskabel zu Bahnübergängen erneuert, die bislang noch nicht digitalisiert sind. Insgesamt rund 5.300 Meter Kabel verlegen die Bauteams neu. Während der Baumaßnahmen hat die DB eine Ersatzbus-Bereitschaft bestellt. Im Falle einer Störung können die Busse, die zentral in Geldern bereitstehen, kurzfristig den Schienenersatzverkehr aufnehmen und so Zeitverluste bei den Reisenden minimieren.

Darüber hinaus hat die DB mit dem Hersteller der digitalen Stellwerkstechnik eine 24/7-Sonderbereitschaft vereinbart. Auch die DB selbst hat noch eine zweite Zusatzbereitschaft eingerichtet, um auftretende Störungen schnellstmöglich zu beheben. Seit der Reparatur der Wasserschäden, die Übertragungskabel stark beschädigt hatten, sind Infrastrukturstörungen jedoch bereits signifikant zurück gegangen.

Ab Sommer wird die DB dann weitere Maßnahmen vorantreiben. Das Herzstück – das 70 Kilometer lange Glasfaserkabel – ist bereits verlegt. Nun müssen von diesem zentralen Glasfaserkabel die Abzweigungen an die Stellwerke, Technikmodule und Bahnübergänge verlegt und angeschlossen werden. Die Umstellung soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Verkabelung erfolgt parallel zu den bestehenden Übertragungswegen. Die An- und Umschaltung kann somit nachts in Zugpausen erfolgen. Danach erfolgt die Übertragung der Informationen zwischen den Stellwerken und vielen Bahnübergängen über ein neues Glasfaserkabel mit hoher Bandbreite. Dieses Kabel ist auch weniger störungsanfällig bei Starkregenereignissen, wie im Dezember letzten Jahres.

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