Freuen sich auf die Ausstellungseröffnung (von links): Gleichstellungsbeauftragte Claudia Müllejans, der stellvertretender Bibliotheksleiter Dirk Ehlen und Bibliothekarin Nancy Wegner (Foto: Stadt Meerbusch)
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Meerbusch. Das Grundgesetz feiert in diesem Jahr 75. „Geburtstag“: Mit der Unterzeichnung des Gesetzeswerks am 23. Mai 1949 wurde die Gründung der Bundesrepublik Deutschland Realität. Anlässlich des Jubiläumsjahres eröffnet Bürgermeister Christian Bommers am Freitag, 8. März, 15 Uhr, in der Stadtbibliothek am Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich die vierwöchige Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“.

Die Ausstellung dokumentiert den engagierten Kampf von Elisabeth Selbert (SPD), Frieda Nadig (SPD), Helene Weber (CDU) und Helene Wessel (Zentrumspartei) für die Aufnahme der Gleichberechtigungsformel von Mann und Frau in den Artikel 3 des Grundgesetzes. Das monatelange Ringen erforderte Geduld und Durchsetzungsvermögen. Der Grund: Die vier Juristinnen waren damals die einzigen Frauen im insgesamt 65 Mitglieder starken Parlamentarischen Rat, der das Grundgesetz vier Jahre nach Ende des NS-Regimes als ethisches Fundament des neuen, demokratischen Deutschland auf den Weg brachte.

„Das Jubiläum kommt zur rechten Zeit“, sagt Christian Bommers. Angesichts wiederkehrender Versuche von rechtspopulistischer Seite, die Demokratie zu untergraben oder in Misskredit zu bringen, könnten die Feierlichkeiten „eine bewusstseinsbildende Maßnahme und eine Mahnung“ sein. „Aufklärung über die Geschichte unserer Demokratie, über ihr Entstehen, über unsere ethischen Werte und deren Verankerung im Grundgesetz tut gerade jetzt gut.“

Die Wanderausstellung „Mütter des Grundgesetzes“, die das  Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zusammengestellt und auf die Reise durch Deutschland geschickt hat, kommt auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Claudia Müllejans, nach Meerbusch. Bettina Schüren, Leiterin der Stadtbibliothek, ihr Stellvertreter Dirk Ehlen und Mitarbeiterin Nancy Wegner haben dazu eigens eine digitale Quiz-Rallye mit vielen Aha-Effekten zusammengestellt, bei der die Besucher per App ihr Wissen über die Entwicklung der Frauenrechte in Deutschland testen können. Das Angebot soll vor allem auch junge Leute ermuntern, sich zu informieren.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek am Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich kostenlos zu besichtigen: dienstags von 15 bis 18 Uhr, mittwochs von 15 bis 19 Uhr, donnerstags von 10 bis 18, freitags von 15 bis 18 und samstags von10 bis 13 Uhr.

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