Oliv und Blau trainierten für den Katastrophenfall (Foto: Johannes Sorge)

Wesel. Reservisten der Bundeswehr und Helfer des Technischen Hilfswerks tummelten sich vergangenen Samstag auf dem Gelände eines Kieswerks bei Bislich. Drei Boote waren auf dem Wasser unterwegs, Sandsäcke wurden geschleppt und eine schwimmende Plattform gebaut.

Anlass war eine gemeinsame Ausbildung von Bundeswehr und THW, die im Kieswerk Ellerdonk der Firma Holemans stattfand. Schon im letzten Jahr waren die Soldaten beim THW zu Gast und lernten die bergungstechnische Ausstattung kennen. Dieses Mal ging es aufs Wasser.

Zunächst füllten die Teilnehmer mehrere Hundert knapp 20 Kilogramm schwere Sandsäcke, welche mit einer Sandsackkette auf die Boote verladen und anschließend über den See an eine andere Uferstelle transportiert wurden. Mit den Sandsäcken wurde dann ein Sandsackdamm errichtet. Um das Abladen der Säcke von den Booten zu erleichtern, baute eine andere Gruppe eine U-förmige schwimmende Plattform, die als Anlegestelle genutzt wurde. Auch die Ausbildung auf dem Wasser kam nicht zu kurz. Die Helfer der Fachgruppe erklärten den Soldaten Fahrmanöver und ließen das Boot mit “ausgefallenem” Motor auch mal mit Paddeln und Muskelkraft bewegen. Nach einem langen, kräftezehrenden Tag bildete ein gemeinsamer Grillabend den Abschluss.

Hintergrund der gemeinsamen Übung ist die “Zivil-Militärische Zusammenarbeit” zwischen THW und Bundeswehr, welche 2008 vereinbart wurde. Im Katastrophenfall ist es nicht unwahrscheinlich, dass das Technische Hilfswerk und die Bundeswehr zusammenarbeiten. Es ist daher sinnvoll, dass die Soldaten die Ausstattung des THWs in ihren Grundzügen kennen lernen. Im Gegenzug wurden die THW-Helfer zu Veranstaltungen der Bundeswehr eingeladen. Die Teilnehmer sind immer mit Elan dabei und das Miteinander klappt hervorragend – eine gute Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit.

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