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Die zwei 12 und 13 Jahre alten Verursacher des Brandes wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen den Erziehungsberechtigten übergeben (Foto: Christian Voigt)

Moers/Duisburg. In der heutigen Polizei-Meldung um 16.04 Uhr über das Presseportal ots heißt es „… gegen 11.30 h, wurden Löschzüge aus Moers und Duisburg zu einem Brand auf einem Feld am Jupiterweg gerufen. Hier waren ca. 40 abgelagerte Heuballen in Brand geraten. Trotz sofort eingeleiteter Löschmaßnahmen konnte ein Abbrennen der Heuballen nicht verhindert werden. Im Rahmen der Ermittlungen konnten zwei 12 und 13 Jahre alte Jungen aus Moers als Verursacher des Brandes festgestellt werden.“

Aber hinter dieser Meldung, die man nicht mehr als „Dummejungenstreich“ abtun kann, verbirgt sich viel mehr: Hobby-Bauer Ingo van Laak, dessen Hof an der Elisenstraße unweit des Duisburger Uettelsheimer Sees und seine Pferdekoppeln jenseits des alten Bahndamms auf Moerser Boden liegen, könnte um seine Existenz bangen. „Es waren 40 Heu- und 15 Strohballen, die hier wettergeschützt auf Plastikpaletten für die kälteren Jahreszeiten lagerten, nur ein Ballen ist nicht Opfer der Feuerbrunst geworden“, erklärt van Laak, der zum Tatzeitpunkt arbeiten war. Eigentlich sollte hier schon die doppelte Anzahl Wintervorrat deponiert sein, das schlechte Wetter der Vorwochen verzögerte die Anlieferung. „Die erste Heuernte ist schon vorbei, es wird schwierig einen neuen Lieferanten für unter 35 Euro pro Ballen zu finden. Eine wetterfeste Großfolie zur Abdeckung kostet auch über 350 Euro“, befürchtet der Hobbybauer, der aus Liebe zu Tieren den Hof betreibt.  

Um 17 Uhr musste die Feuerwehr ein weiteres Mal ausrücken, da verbranntes Stroh nachglimmte. Van Laak und seine Familie werden auch weiterhin Brandwache halten müssen (Foto: Christian Voigt)
Um 17 Uhr musste die Feuerwehr ein weiteres Mal ausrücken, da verbranntes Stroh nachglimmte. Van Laak und seine Familie werden auch weiterhin Brandwache halten müssen (Foto: Christian Voigt)

Von „Gnadenhof“ spricht van Laak nicht, nur dass seine Tiere nicht mehr arbeiten müssen und ihren Ruhestand genießen sollen. Darunter auch die 5 Pferde, die während der Brandstiftung auf der Doppelkoppel weideten und glücklicherweise durch das offene Gatter auf das zweite Weideareal flüchten konnten. Büsche, Bäume und Zaunbereiche sind durch den Brand zu Schaden gekommen, der Boden könnte durch das geschmolzene Plastik kontaminiert sein. Um 17 Uhr musste die Feuerwehr ein weiteres Mal ausrücken, da verbranntes Stroh nachglimmte. Van Laak und seine Familie werden auch weiterhin Brandwache halten müssen, sie teilten die Nachtwache ein. In wie weit der Schaden reguliert werden kann, ist für Ingo van Laak noch unklar.

Text und Fotos: Christian Voigt
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