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Ruhrgebiet. 16. August 1988 – Über die 110 wird ein Einbruch in eine Bank-Filiale in Rentfort-Nord gemeldet. Durch den dort auftauchenden Streifenwagen wird aus dem Überfall, den Hans-Jürgen Rösner und Dieter Degowski geplant hatten, eine der spektakulärsten Geiselnahmen der deutschen Nachkriegsgeschichte. 54 Stunden lang hält der Kriminalfall die Republik in Atem, die via Fernsehen und Radio stets live dabei ist – ein Verbrechen in Echtzeit – das drei Menschen mit ihrem Leben bezahlen müssen.

Die Bilder dieser Ereignisse sind auch mehr als 25 Jahre später noch allgegenwärtig. Doch wie erlebten es die Beteiligten? Wie hätte man sich gefühlt, wenn man selbst ein Teil dieser perfiden Verfolgungsjagd quer durch Deutschland gewesen wäre?

Diesen Sommer werden z.T. an Original-Schauplätzen die Ereignisse von damals neu erzählt. Für den aufwendig produzierten TV-Zweiteiler „Gladbeck“ sucht die verantwortliche Casting-Agentur Eick über 1.000 Menschen aus dem Ruhrgebiet, die mit Mut und Empathie die Geschichte der damaligen Augenzeugen, Medienvertreter und Polizisten darstellen.

Aus diesem Anlass findet kommenden Samstag, 28. Mai, von 11 bis 15 Uhr ein offenes, kostenloses Casting unter Anwesenheit der Regie-Assistenz statt.

Der Casting-Ort: Stadtbücherei Gladbeck, Friedrich-Ebert-Straße 8, 45964 Gladbeck. Wonach wird genau gesucht? Die Agentur Eick: „Wir haben Sprech- und Komparsenrollen für jedes Alter zwischen 4 und 70 Jahren zu vergeben. Bis zu 17 Drehtage sind z.B. für die Menschen angesetzt, die verschiedene Figuren der damaligen Entführung spielen werden. Neben schauspielerischem Talent ist hier auch Einfühlungsvermögen wichtig.“

Des Weiteren werden hunderte Filminteressierte gesucht, die als Polizisten, Reporter und Schaulustige ein bis drei spannende Drehtage erleben werden. „Wir brauchen auch Kinder, ganze Familien und internationale Gesichter – besonders südländische, indische und tamilische Menschen.“, so die Agentur. Die einzige Bitte sei, ab sofort nicht mehr zum Friseur zu gehen. Bei den Männern ist der klassische Schnäuzer gerne gesehen.

Das Casting-Team ist außerdem verantwortlich für die „Tatorte“ aus Münster, Dortmund und Köln. Alle Casting-Teilnehmer haben somit die Chance im Anschluss auch bei weiteren Projekten eingesetzt zu werden.

Das Casting-Team hofft kommenden Sonntag auf viele Bewerber. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Es werden aktuelle Photos erstellt und ein Datenbogen ausgefüllt. Mit den Favoriten wird dann später Kontakt aufgenommen.

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