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Kamp-Lintfort. Im Umweltausschuss stellte die RAG ihre Pläne für das ehemalige Zechengelände vor. Dabei wurde von einem ‘Sicherungsbau’ gesprochen. Dies lehnt die Linksfraktion mit aller Sorge ab und will den Sicherungsbau mit allen Mitteln verhindern.

Schockiert nahm die Fraktion im Umweltausschuss die Pläne der RAG für das stillgelegte Zechengelände zur Kenntnis. „Das, was die RAG dort plant, ist eine große Schlamperei“, so Sidney Lewandowski, Fraktionsvorsitzender. Nach ersten Plänen soll auf dem Gelände ein Hügel mit giftigem Inhalt entstehen. Das sogenannte Sicherungsbauwerk soll nach Plänen der RAG eine Länge von ca. 400 Metern und eine Höhe von ca. sieben Metern haben. Ein ‘kleiner Eyller Berg’ im Zentrum von Kamp-Lintfort.

Die RAG begründet ihr Vorgehen damit, dass es sich hierbei um die modernste und normalste Art handelt, wie man mit Altlasten umgeht und dass ein anderes Verfahren keine Lösung darstellt. Das sieht die Linksfraktion ganz anders: Nach ersten Einschätzungen versucht die RAG so billig wie möglich aus dem Thema heraus zu kommen. Die Folgekosten eines Bauwerks, wie dieses sind nach Meinung der Fraktion nicht abzusehen. Dass die Fraktion von Anfang an die Altlasten im Auge hatte, wurde vor allem von der Verwaltungsspitze klein geredet. „Nun fällt das Luftschloss einer grünen Gartenschau zusammen“, meint Lewandowski. „Wir werden nun prüfen, inwieweit ein Sicherungsbau verhindert werden kann.“

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