Kreis Wesel. Am Mittwoch (10.08.2016) führte die Kreispolizeibehörde Wesel mit Unterstützung von Kräften der Bereitschaftspolizei eine groß angelegte und langfristig geplante Fahndungs- und Kontrollaktion durch. Von 12.00 Uhr an bis in die späten Abendstunden überprüften rund 300 Polizeibeamtinnen und -beamte an unterschiedlichen Örtlichkeiten im Kreisgebiet Personen und Fahrzeuge, wobei sie hierbei auch von Mitarbeitern des Ausländeramtes, des Hauptzollamtes, der Steuerfahndung und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit unterstützt wurden.

Schwerpunkte des Kontrolltages waren u. a. die Bekämpfung von Straßenkriminalität und Wohnungseinbruch, aber auch die Überwachung des Straßenverkehrs und das Ahnden von Verkehrsverstößen. Überprüft wurden aber auch Bars, Bordelle und bordellähnliche Betriebe sowie Spielhallen.

Zusammen mit dem zuständigen Ausländeramt kontrollierten die Ordnungshüter zwei kommunale Flüchtlingsunterkünfte in Moers und Rheinberg, um zu überprüfen, ob sich neben Berechtigten auch Personen dort aufhalten, deren Identitäten noch nicht erfasst sind. Bis abends überwachten die Polizeibeamten die Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen an wechselnden Kontrollstellen im Kreisgebiet, achteten hierbei aber auch auf Fahrzeugführer, die nicht angeschnallt waren oder mit dem Handy telefonierten. In 414 Fällen ahndeten die Polizisten dabei Verkehrsverstöße mit Verwarngeldern oder Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Zwei Fahrzeugführer fielen auf, weil sie unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen. Ein weiterer Autofahrer war nicht in Besitz einer Fahrerlaubnis. Alle drei erwartet nun Strafverfahren.

In Moers-Repelen überprüften die Beamten eine Gaststätte und stellten hierbei eine Räumlichkeit im Keller fest, die offenbar für illegales Glückspiel genutzt wird. Gegen den Betreiber wurde Anzeige erstattet.

In 21 Fällen vollstreckten die Polizisten Haftbefehle. In den meisten Fällen blieben die Betroffenen nach Zahlung der Geldstrafe auf freiem Fuß. Im Falle einer Wohnungsdurchsuchung in Voerde entdeckten die Ermittler eine kleine Marihuanaplantage. Die Pflanzen wurden sichergestellt und eine entsprechende Strafanzeige erstattet. In einer Gaststätte in Dinslaken trafen die Polizisten auf fünf Männer und erstatteten Anzeige wegen des Verdachts der Schwarzarbeit.

Des Weiteren sammelten die Polizeibeamten während der vielen Einsätze wertvolle Hinweise für die nachfolgende Ermittlungsarbeit. Kriminaldirektor Roland Wolff, der die Einsatzmaßnahmen leitete und koordinierte: “Der heutige Tag hat gezeigt, dass Kriminalitätsbekämpfung nur in Zusammenarbeit aller zuständigen Behörden zielführend und erfolgreich ist. Daher werden diese ganzheitlichen Kontrollen im Kreis Wesel fortgesetzt.”

Zurzeit dauern weitere Maßnahmen noch an. (ots)

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